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Ekke

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Ekke f. m.

Bd. 2, Sp. 443
Ekke f.(m.n.) [südl. Münsterl SWestf Wal, sonst verstr.] 1. von zusammenstoßenden winkelbildenden Linien oder Kanten begrenztes Flächen-, Raum- oder Materialstück (an seiner äußersten Stelle), Spitze. Bis an düssen Eck bis an diese Stelle (Kr. BeckumBek Vh). — Ra.: Öwer dä Ecke diagonal (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HaarhausenHr). An ollen Ecken un Ennen überall (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh || ähnl. mehrf.): Wänn ’e Hǫier (Hirte) blöst, dänn kūmet ’e Sēns (Ziegen) iut oll Eckens an (Kr. HöxterHöx Sb). Narren un Gecken, de schrieft ehre Namen an alle Ecken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr). — 2. Hausecke, Straßenecke. De Rü schnäef (lief → snūwen) ümme de Ecke (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@SchwelentrupSw). Hä wuent glīk üm de Ecke (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — Ra.: Ümme de Ecke brengen umbringen, töten (Kr. BrilonBri Ah || mehrf.). Äinen üm de Ecke helpen jmdn. ermorden (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HohenlimburgHl). Dei es ümme Ecke goahn der ist verlorengegangen, in Konkurs geraten, gestorben (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). De kann üm de Ecke scheiten der kann mehr als andere (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@HattingenHt). Dä kann üm diän Eck keyken der schielt (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs || mehrf.). Hoe liet den ganzen Dag an d’r Ecke er ist sehr faul (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@HoppeckeHo). Dreiveddel üme de Ecke; wenne löpst, dann krist et wuier scherzhafte Antwort auf die Frage nach der Uhrzeit (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). — 3. Stelle, an der zwei Seiten eines Raumes aufeinanderstoßen; Winkel eines Raumes. — Spez.: Raum unter der Treppe [verstr. SWestf]. Deäm Scharphasen (Igel) mott men Ecksken im Stalle günnen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@WestereidenWe). Stell di inne Ecke! zu einem ungezogenen Kind (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Me hiät jǫ ümmer noch säo ’n bïetken im Ecke sitten man hat immer noch einige kleine Vorräte (Kr. IserlohnIsl Dh). Unglück sitt in een kleen Ecksken (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@RhedaRh). — Ra.: Hä hät all in alle Ecken geroaken er hat viel mitgemacht, viele Erfahrungen gesammelt (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — Sprichw.: Wenn de Fiule kiehrt, frögget iärk (freuen sich) de Ecken (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || verbr.). Wä alle Ecken ūtfeägen well, däm stūwet lichte de Augen vull (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Kinner met Willen stäiht biem Biässen (Besen) in dä Ecke (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — 4. Gegend. In ūesen Eck (Kr. BeckumBek Vh). De koülste (kälteste) Ecke (Kr. TecklenburgTek Me). Do es noch ümmer ’n Eck, wo me nit weäst es (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 5.1. (spitz zulaufendes) Stückchen. Ne Ecke Braut (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). En Eck afsnīn (z.B. vom Brot) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 5.2. Stück Land. — Spez.: kleines Beet [bes. Münsterl]. Hä hïet do noch en Eck Land liggen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). — 6. Strecke. ’n Ecksken Wiäges (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh) eine kurze Strecke. Ne Ecke Wïeges middegån (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Bh). ’n düftigen Eck snīen eine große Fläche mähen (Kr. BeckumBek Vh). — 7. markierter Bereich als Freiplatz beim Fangenspiel der Kinder [verstr. Kr. OlpeOlp Kr. MeschedeMes Wal]. ⟨Ekke f. [SWestf Wal, sonst verstr.], Ek m. [Münsterl die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Isl] bzw. n. (WMWB), Ekken (Sg.) f. (Pl.: Ekkens (Kr. HöxterHöx Kb)) [verstr. OWestf]. — Differenzierung: Ekke Bed. 1 u. 2 — Ek Bed. 4 u. 5 (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Dimin.: Eksken u. Ekkelken⟩ ¶ Vgl. → Egge. Zus.: → Bedde~, Bukke~, Disk~, Drīt~, Fō¹der~, Frätte~, Freªte~, Holt~, Holt-hāmer~, Hūs~, Kō¹-lūr~, Kō¹ken~, Koªlen~, Lūr~, Mīlg~, Muff~, Nikolaus~, Oªwen~, Piᵉrde-lūr~, Pisse~, Plunder~, Pulter~, Pütte~, Rō²k~, Rǖme~, Spil-plats~, Spoke~, Stal~, Straten~, Suᵉge~ Trappen~, Urt~.
3070 Zeichen · 95 Sätze

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    Dialekt
    Ekkef. m.

    Westfälisches Wb.

    Ekke f. ( m. n. ) [südl. Münsterl SWestf Wal, sonst verstr.] 1. von zusammenstoßenden winkelbildenden Linien oder Kanten…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ekke

22 Bildungen · 8 Erstglied · 14 Zweitglied · 0 Ableitungen

ekke‑ als Erstglied (8 von 8)

Ekkehard

Herder

Ekkehard , Eccardus , Namen von 5 Mönchen des Klosters St. Gallen, welche sich zwischen 920—1220 als Lehrer, Dichter und Schriftsteller ausz…

Ekkehard von Aura

Meyers

Ekkehard von Aura ( Uraugiensis ), mittelalterlicher Chronist, Benediktinermönch, unternahm eine Kreuzfahrt, ward 1108 Abt des Klosters Aura…

Ekkehart

Meyers

Ekkehart ( Eckehard ), Name mehrerer Mönche von St. Gallen, von denen bemerkenswert sind: 1) E. I., gest. 14. Jan. 973 als Dekan von St. Gal…

ekkeren

WWB

ekkeren V. (+ sik ) sich auf etwas freuen (Ravensbg WEDDIGEN 287 u. MAGW 13,42). ¶ Vgl. → äksteren . — Vgl. NDSWB 3,778: eckern ’necken’.

ekkesk

WWB

ekkesk Adj. eckig, scharfkantig. Dat ess ’n ecksken Minsken „mit ihm ist schwer zu verhandeln“ ( Det Is = PLATENAUWB).

ekke als Zweitglied (14 von 14)

bekke

KöblerMhd

*bekke , sw. M. nhd. Bäcker Vw.: s. brōt- E.: s. beckære W.: nhd. DW-

strekke

KöblerMnd

*strekke , F. nhd. Reichung, Streckung E.: s. strecke

êⁱnlekke

MNWB

êⁱnlekke lü̑de einzeln stehend, unverheiratet .

gelükke

MNWB

gelükke , g(e)lük , glük- , n. , Zufall, Glück, günstiges, glückliches Geschick, glücklicher Zufall, Vorteil, gel. herin, gel. int gelach Be…

glükke

MNWB

glükke s. gelükke, lükke; Kompos. und Ableitungen ebd.

gnükke

MNWB

gnükke s. genücke.

hantstrekke

MNWB

hantstrekke , f. , wie hantstrekkinge, s. d.

¹lükke

MNWB

1 lükke ( * lück ), n. , 1. Geschick, Schicksal, menschliches Los, Zufall, dat l. is unstêde unde wandelbâr, de macht, gunst des l.s, dat gô…

sprīdekke

KöblerAfries

sprīdekke , F. Vw.: s. sprīdeke

stükke

MNWB

° ~stükke, n. , Mauerabschnitt (Inv. nichtstaatl. Arch. 3, 10). —

unlükke

MNWB

unlükke s. ungelük(ke).

ēinlekke

KöblerMnd

ēinlekke , Adj. Vw.: s. ēnlecke*

ēnlekke

KöblerMnd

ēnlekke , Adj. Vw.: s. ēnlecke

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ekke". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ekke/wwb?formid=E00449
MLA
Cotta, Marcel. „ekke". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ekke/wwb?formid=E00449. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ekke". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ekke/wwb?formid=E00449.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„ekke"},
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