Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
ekelich
ekelich , eklich , fastidiosus, wozu man das vorhin angeführte mhd. erklich halte, die schreibung ekelig ist zu verwerfen, wie adelig, tadelig, mälig für adelich, tadelich, mälich, in welchen allen das eine der aneinander stoszenden l weicht. eine ekliche sache, ekliche verrichtung, ein eklicher mensch. in einem 1554 gedichteten meistergesang von H. Sachs ( cod. berol. germ. fol. 24 p. 483) heiszt es: zu Bamberg war ein schmide, der gerne bei dem weine sasz, und wann er dan heim kame er eglich und rumorisch was. er hat davon viel ehre gehabt, aber wenn er davon spricht, ist ihm noch immer ekli…