Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
einknuodili
Rd akk. sg. m. -ē; zur Endung s. Braune, Ahd.
Gr.14 § 250 Anm. 2; oder liegt Verschreibung
unter Einfluß von lat. insignem vor?). 341, 43
(Karlsruhe Aug. CCXXXI, 10. Jh. nom. sg.m.
-e):
‚außerordentlich, insigne‘. Das Wort ent-
hält die Fortsetzung von urgerm. *knōþla- <
uridg. *g̑nṓ-tlo- [**g̑nóH3-tlo-] (aind. jñtram
‚Erkenntnisfähigkeit, Einsicht‘) neben lit. žén-
klas
‚Zeichen‘< *g̑enǝ-tlo- [**g̑enH3-tlo-],
apreuß. ebsentliuns
‚bezeichnet‘, Kogonas-
santle
‚Grenzmal des oder der Kogona ‚was
zum Erkennen dient‘ (zur idg. Wz. *g̑enǝ-
[**g̑enH3-]
‚[er]kennen‘; → -knâen, kunnan)
und bedeutet eigtl.
‚ein einzigartiges Erken-(Lühr, Stud. z. Hilde-
nungszeichen habend‘
brandlied 446 Anm. 3; dort auch zu der Ver-
wandtschaft mit ahd. knuosal
‚Geschlecht‘
[s. d.]; zustimmend K. Matzel, Hist. Sprach-
forsch. 100 [1987], 159 f. [= Gesammelte
Schriften 23 f.]; anders aber wegen ahd. fram-
knuat
‚Schößling des Weinstocks‘ders., Hist.
Sprachforsch. 103 [1990], 104 f.: zu uridg. *g̑e-
nǝ- [**g̑enH1-]
‚erzeugen‘).