Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
eckolzein
(Innsbruck 711 bair., 13. Jh.) hechol-zain:
‚Stahlstäbchen(?), chalybs‘. -zain ist durch
Überschreiben von z über ai aus -stain korri-
giert (→ eckol, zein), und -stain ist möglicher-
weise nach silbirstain der folgenden Glosse
verschrieben. Daneben wird Ahd. Wb. III,
242 f. angenommen, daß die Schreibung he-
chol-stain auf einem hechols zain beruhen
könnte,
„vergleichbar dem echolis zain. Demgegenüber‚aci-, das eine andere Hand auf die letzte Zeile
rum‘
der Hs.-Seite geschrieben hat“
steckt in Gl. 3, 633, 57 (Clm 14584 bair.,
14. Jh.) ecostil
‚acirum‘wohl nicht eckolzein,
sondern es handelt sich, wie Steinmeyer als Al-
ternative annimmt, um eine Doppelglossierung
von acirum mit eckol und stal (< stahal).