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Dussel

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Dussel

Dussel

Dusel m. ‘Schwindel, Rausch, Glück’. Nd. Dusel ‘Schwindel, Halbschlaf, leichter Rausch, Betäubung’ (vgl. mnd. dǖsinge ‘Betäubung’, dǖsich ‘betäubt, schwindlig’) kommt im 16. Jh. ins Hd. Es ist etymologisch verwandt mit dösig (s. d.). Die Bedeutung ‘unverdientes Glück’ entwickelt sich im 19. Jh. (vielleicht in Anlehnung an den volkstümlich abgewandelten Bibelspruch „den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“ oder im Gedanken an den vermeintlichen Schutzengel der Betrunkenen, Berauschten, die im Dusel sind?). – duseln Vb. ‘verwirrt sein, schlafen’ (16. Jh.); verwandt sind mnl. dūselen, duyselen ‘schwindlig sein, taumeln’, nl. duizelen ‘schwindlig sein, schwindeln’, anord. dūsa ‘ausruhen, sich still verhalten’ und dösen (s. d.). duselig Adj. ‘verwirrt, betäubt, schlaftrunken’ (18. Jh.), älter düselicht (17. Jh.). Duselei f. ‘Träumerei, Gedankenlosigkeit’ (19. Jh.). In der Umgangssprache findet sich Sinnvergröberung mit affektischer Kürzung des Stammvokals in dusselig, dußlig Adj. ‘verwirrt, dumm, dämlich’ (17. Jh.), Dussel m. ‘Dummkopf’ (19. Jh.).
1055 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dus=sel

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Dus=sel , o. Mz. N. D. der Schwindel; dann, ein Zustand, in welchem man des klaren Selbstbewußtseins beraubt ist. S. Dus…

  2. modern
    Dialekt
    Dussel

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Dussel Düssel (mit stimmhaftem s gesprochen) m. 1. Betäubung, Schläfrigkeit: hei is as in 'n Dussel er ist wie im Traum,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dussel

17 Bildungen · 17 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von dussel

dus + -sel

dussel leitet sich vom Lemma dus ab mit Suffix -sel.

dussel‑ als Erstglied (17 von 17)

Dusseldiert

MeckWB

Dusseldiert n. wie -boort: Wa; Camm. Nahschr. 105; die hd. Form -tier Ma Gnoi ; im Wiegenlied: Din Mudder is 'n Dusseltier Wo. V. 3, 11; Sto…

Dus=selei

Campe

dusse·lei

† Die Dus=selei , o. Mz. N D. halber Schlaf, Schlaftrunkenheit, in der man sich seiner selbst und der Dinge umher nicht mehr recht bewußt is…

dusselen

LothWB

dusse·len

dussele n [dusələ Ri. Hom. Rom. Ha. ] intr. v. leise schleichen, gebückt einhergəhen (vor Alter). — els. 2, 721 ebenso.

Dussele(r)

LothWB

dusse·ler

Dussele(r) m. Ri. u. s. einer, der gebückt einhergeht. — els. 2, 721 Dussler. s. d. vorige.

dusselig

Pfeifer_etym

dus·selig

Dusel m. ‘Schwindel, Rausch, Glück’. Nd. Dusel ‘Schwindel, Halbschlaf, leichter Rausch, Betäubung’ (vgl. mnd. dǖsinge ‘Betäubung’, dǖsich ‘b…

DUSSELIGKEIT

DWB2

dusselig·keit

DUSSELIGKEIT f. abl. von dusselig adj. 1. nbf. dußligkeit. umgangssprachlich. törichtes verhalten, auch einzelne dumme handlung: 1912 so ’ne…

Dusseljürn

MeckWB

Dusseljürn m. wie -boort Schö Schlagsd ; Wa GGiev .

Dusseltrin

MeckWB

dussel·trin

Dusseltrin f. wie -gret; im Wiegenlied: Din Mudder is ne Dusseltrin, Slap un lat dat Garren sin Wo. V. 3, 12 b.

Dusselwetter

PfWB

dussel·wetter

Dussel , dusselig , dusseln , Dusseltag , Dussel-tier , Dussel-wetter s. Dusel , duselig , Duseltag , -tier, -wetter .