Hauptquelle · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
dûmilîn
*dûmilînAWB n. a-St. (?) ‚Rohrdommel, herodi- us‘. Das Wort ist eine Rekonstruktion aus den in zwei mfrk. Gl.-Hss. des 11. Jh.s belegten Schreibungen 3, 458, 12 Cod. Paris 9344 doni clin a, Berlin Ms. lat. 8°73 Donicliri. Sofern tatsächlich dûmilîn zu lesen ist und keine Ver- derbnis eines ae. Glossenbelegs vorliegt (s. Mi- chiels, Engl. Bestandteile adt. Gl.hss. [1912], 52 f.), stellt sich das Wort zu den vornehmlich in Glossen belegten Wörtern ahd. rôratumbil ‚Rohrdommel, onocrotalus‘ (nur Gl. 4, 199, 60 9. Jh.), frühnhd. rôrtumel (15. Jh.), Rohr-, Rordomel (Luther) und zu horotumil, -tumbil…