Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
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Ducis (spr. düßis), Jean François, franz. Bühnendichter, geb. 22. Aug. 1733 in Versailles, gest. daselbst 31. März 1816, machte als Sekretär hochgestellter Personen weite Reisen, hielt sich fern von den Stürmen der Revolution und wies auch das Anerbieten Napoleons I., ihn zum Senator (mit einem jährlichen Einkommen von 40,000 Frank) und Ritter der Chren legion zu machen, zurück, während er Ludwig XVIII. begeistert anhing. D. hat die Hauptwerke Shakespeares, ohne ein Wort Englisch zu verstehen, für die französische Bühne bearbeitet, freilich indem er sie in die sogen. drei Einheiten einschnürte und dem sentimentalen Geschmack seiner Zeit anpaßte. Sein »Oedipe chez Admète« (1778), in dem er Sophokles und Euripides verquickt hat, öffnete ihm die Pforten der Akademie (1779). Ganz eigne Erfindung ist: »Abufar, ou la famille arabe« (1795), ebenfalls mit großem Beifall aufgenommen, während das Seitenstück dazu: »Phédor et Waldamir« (1801), vollständig durchfiel. Von nun an zog er sich vom Theater zurück und schrieb nur noch kleine, z. T. recht hübsche Ge dichte. Seine »Œuvres« erschienen 181926 in 4 Bänden; »Œuvres posthumes« gab Campenon heraus (1826). Vgl. O. Leroy, Étude sur la personne et les écrits de D. (3. Aufl., Par. 1835); »Lettres de J. F. D.« (hrsg. von Albert, das. 1879).
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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19./20. Jh.
Konversationslex.Ducis
Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg
Ducis (Düsih), François, geb. 1733 zu Versailles, Dramatiker, brachte auch den Shakespeare ohne Erfolg auf die Bühne, na…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit ducis
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