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Drumm

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
6 in 5 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Drumm

Bd. 1, Sp. 1523
Drumm mannigfaltige Formen: Rhfrk -ū- Sg. u. Pl., Demin. drīməlχə; Mosfrk in Bitb, Wittl, Trier, Saarbg, Merz -ū-, Pl. -ī-; Daun, Prüm -u-, Pl. dri·m.; Bernk (Mos.orte), Koch, May (Mos.orte), auch Daun-Strohn, Wittl-Monzel drump, –o-, Pl. -e-; Rip, auch May drom, Pl. drø·m., Demin. drømχə [Neuw -ū-, Pl. -ī-; NNeuw -u-, Pl. -y-; Altk -o-, Pl. -mən; Sieg-Fussh, Waldbr-Dattenf -ū-, Pl. -ȳ-; Sinzig, Rheinb-Wald dromp]; NBerg -om [Mettm, Düss-Ld -ō-, Pl. --]; MülhRuhr, Duisb, Mörs droum, Pl. -øy-; SNfrk in Heinsb drȳəm, Pl. -mə; sonst drȳəməl, Pl. -ələ; Klevld drøməl von Kemp-STönis an [-- Mörs-Friemersh]; Eup drōm; Siegld drum m.: 1. Endstück, u. zwar a. das Ende eines durchschnittenen Stammes; dann auch Einzelabschnitt eines etwa in 5 oder 6 Einzelstücke der Quere nach zersägten Baumstammes, die nachher mit der Axt in Scheite zerlegt werden; auch der Überrest eines Baumstammes, dicker Baumstumpf u. jeder dicke, kurze Stamm Allg. — Drimcher Holzabfälle Simm-Ebschd. — b. das beim Weben entstehende, nicht mehr auszuwebende Endstück, das nur noch an der oberen etwa zwei Finger breiten Kante den Einschlag hat u. im übrigen nur aus 20—30 cm langen Längsfäden besteht; Zettelende am Leinwandtuch; auch diejenigen Fäden, welche im Kamme zurückbleiben, wenn ein Stück abgewebt ist u. woran die neue Kette wieder angeknüpft wird Allg. — Die Drümm, das Abfallgarn, werden benutzt zum Abbinden der Würste, für Peitschenschmicken. S. a. Drimmelt. — Drüm(m) (Pl.) im bes. Kopfnetz des Zugviehs zum Schutz gegen Fliegen, aus diesen Dr.fäden gefertigt Altk, mSieg, MülhRh, Wippf, Waldbr, Sol. — Drüəmel Gewirr von Fäden Kemp-Süchteln; Drüəmele Pack alter Seidenfäden zum Putzen des gewebten Stückes Kref; Fransen MGladb-Rheind. — c.α. Drimchen schwarzseidenes Schleiertuch vor dem Gesicht der Frauen, in der Kirche in die Höhe geschlagen Neuw-Meinborn Rüschd, Altk. — β. Dromm, meist Drömmche Frauenhaar, an der Stirne z. T. abgeschnitten, der Rest über der Stirne hängend, auch bei Kindern, auch Jadrömmche, Jaköppche genannt Sieg-Ägid, Bo-Beuel, Altk-NFischb, Siegld (-u-). — d. Drume zwei Grundstücke, die mit der Kopfseite zusammenstossen Birkf. — e. en Drömmche kurzes, dickes Stück schlechthin Sieg-ODollend, Kobl; Drüəmel Kemp-Süchteln; -- kleines Stück, eine Kleinigkeit; du kriegs gene Dr.; de Drömels tesamesüken die Lappen Mörs-Friemersh; Drüəme Überbleibsel schlechthin Heinsb-Karken. — f. en ardeg Drömmche nettes, dickes Persönchen Sieg-ODollend; Drommelche Knirps Jül-Inden; de bös mar nen Drömel va Kerl schwacher, kleiner Kerl Mörs-Friemersh. S. Drümmel. — g. en enem Drum in einem Absatz; de Arwet en enem Dr. machen Merz-Zwalb. — 2. grosse Säge Saarbr w. der Theele.
2744 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Drumm

    Adelung (1793–1801)

    Der Drumm , die Drümmer, S. in T.

  2. modern
    Dialekt
    Drummm. n.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Drumm [drùm Fa. Lix. u. s.; trum Si. ] m. u. n. 1. Endstück, bes. Ende eines Tuches od. Webstückes. — 2. Abfall des Werg…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit drumm

49 Bildungen · 48 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

drumm‑ als Erstglied (30 von 48)

Drummbottch

SHW

Drumm-bottch Band 1, Spalte 1783-1784

Drummbusch

SHW

Drumm-busch Band 1, Spalte 1783-1784

Drummdopp

SHW

Drumm-dopp Band 1, Spalte 1783-1784

Drummdoppch

SHW

Drumm-doppch Band 1, Spalte 1783-1784

Drummbohr

RhWBN

drumm·bohr

Drumm-bohr Bitb-Speicher m.: Bohrer mit Bohrstift in der Mitte, Zentrumsbohrer.

Drummdreist

Adelung

drumm·dreist

Drummdreist , -er, -este, adj. et adv. (welcher Superlativ, weil er das Gehör beleidigt, doch gern vermieden wird,) in der harten Sprechart,…

Drummeisen

RhWB

drumm·eisen

Drumm-eisen droumī:zər MülhRuhr , Duisb , Mörs ; drō- Mettm , Düss-Ld n.: Säge, mit der zwei Arbeiter einen Baumstamm quer zu Drummen schnei…

Drummel

Wander

drum·mel

Drummel Dat di de Drummel. 1 – Schütze, I, 262. 1 ) Das holl. Drommel = Teufel. Wenn man dem Teufelsfluch ausweichen will.

drummeldörgisch

MeckWB

drummeldörgisch einfältig: 'drummeldörgische Vörderfflinge' Gry. Lb. 1, S 4 b .

drummeldöries

MNWB

° drummeldöries , -dörges , m. , Einfaltspinsel . —

Drummeldräger

MeckWB

Drummeldräger m. Reimwort im Neckreim auf Schosteinfäger Wi NKlost .

Drummeldraht

MeckWB

drummel·draht

Drummeldraht m. dicker, unregelmäßiger Spinnfaden: dee spinnt gauden Drummeldraht Ha Belsch ; Red.

Drummeldrücker

MeckWB

drummel·druecker

Drummeldrücker m. ein Knabenspiel, bei welchem die Jungen einen Klumpen Ton oder Lehm zu einer Figur drücken, ohne hinzusehen; wer die schön…

drummeldörges

KöblerMnd

drummeldörges , M. Vw.: s. drummeldöries

drummeldöries

KöblerMnd

drummeldöries , M. nhd. Einfaltspinsel E.: s. drümmel?, drummeldar? L.: MndHwb 1, 488 (drummeldöries), Lü 87a (drummeldörries) Son.: örtlich…

drummelig

MeckWB

drummelig klein und rundlich: kort un dick is drummelig Ro Redd . Me. 1, 879.

Drummel II

RhWB

Drummel II m.: 1. -o- Wirbelwind Bitb-Mettend . — 2. -u- Klapper, in der Karwoche gebraucht Bitb-Geichl . — 3. dickster, steinerner Klicker …

Drummelwuchter

MeckWB

Drummelwuchter m. kleiner, dicker Mensch Heim. 2, 232; Nds. 7, 86; Monh. 3, 68.

Ableitungen von drumm (1 von 1)

drumme

Lexer

drumme s. drumbe.