Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
drîvaltec
2 übertr. ‘reichlich, in großer Menge’
1 ‘dreifach’ von disen drinvaltigen vbeln so loͤs vns, herre DvAPatern 374; min ore, min ouge, min mvnt / vnde daz man vbet mit disen drin / (daz ist trifaldic sin: / sprechen, horen vnd sehen) Herb 11190; sie kan sin forcht auch meren / drivaltig, wann er zu ir kumt Minneb 4185. – ‘von dreierlei Art’ der aufgank und der underval der himelzaichen nach der sitenstraffer weis ist drivaldig: der werltleich, der zeitleich, der suͤnnenleich KvMSph 33,24; Spec 98,1. – überw. bezogen auf die Trinität: got drifaltig, / einig und gewaltig, / in der gantzen trinitat HvNstGZ 6822; ze himele er drîvaltic ist / mit drin benemeden ein got RvEBarl 3012; drifaldig got sin forme drang in menschen wachs Mügeln 11,2 2 übertr. ‘reichlich, in großer Menge’ des dritten tages im sich bot / mit drivalteger grozer not / der bekorunge strit Vät 4706. – adv.: waz ain ritter sol han, / daz fürtte er dry faltig an GTroj 17082
MWB 1 1377,53; Bearbeiter: Diehl