Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
dormenter
vom 12. Jh. an (Gl. 3, 210, 30 dormindre):
‚Schlafhaus, Schlafgemach der Ordensleute,. – Auch sonst
repausatorium, dormitorium‘
mhd. dorme(n)ter neben dorment, dormiter
st.m. n.
‚Schlafgemach der Ordensleute in ei-, dormenter auch
nem Kloster‘
‚Aufseher über. Das Wort ist wie mndd. dormi-
die Schlafsäle‘
ter, dormter, dromenter, mndl. dormiter aus
lat. dormītōrium
‚Schlafzimmer‘entlehnt; zur
Lautform vgl. spätahd. reventer, revintre
‚Speisezimmer im Klostersaal‘< lat. refectōri-
um (→ reventer); nhd. dial. schwäb. dorment,
bair. dormenter n. Dagegen beruht die kirchli-
che Amtsbezeichnung mhd. dormenter auf dor-
mentārius m., das wie dort(or)ārius korrekte-
rem dormitor(i)ārius gegenüber selbst bereits
volkssprachlichen Einfluß zeigt.