Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Dompfaff
Dompfaff
Dom m. ‘Bischofskirche’. Im 15. Jh. wird Dom von mfrz. frz. dôme (entlehnt aus ital. duomo) in der heutigen Lautform ins Dt. entlehnt, wodurch seit dem 18. Jh. älteres Thum m., ahd. tuom (9./10. Jh.), mhd. tuom (mnd. dōm, afries. dom, mnl. doem) ‘Bischofskirche’ verdrängt wird. Dom und Thum gehen auf mlat. domus (dei episcopalis) ‘bischöfliche Hauptkirche und Residenz’, lat. domus f. ‘Haus’, zurück. Nach der Reformation wird der Verwendungsbereich von Dom erweitert, so daß „durch Lage, Bau, Aufwand und andere auffallende Merkmale“ hervorragende Kirchen als Dom bezeichnet werden können. Vgl. Bez. f. d. christl. Gotteshaus (1966) 68. Dompfaff m. Bezeichnung für den Gimpel (s. d.) wegen seiner schwarzen Kappe (thumpfaff, 16. Jh.).