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DEUBE

nhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

DEUBE f.

Bd. 6, Sp. 797
DEUBE f. ahd. diuba, diuva, mhd. diube, diuve, älternhd. deube, deufe. mnd. dǖve; ae. þēof (wohl ō-st amm); an. þýfi. jō-bildung zu einem zur wortgruppe dieb m., germ. *þeuba-, gehörenden verb, das in dünner bezeugung vorliegt in ahd. githiuben (3. pl. konj. präs.) Otfrid IV 36,12 E., as. githfauodi (3. sg. konj. prät.) as. sprachdenkm. 52b W., etwas häufiger ae. (ge)þēofian ‘stehlen’, anders an. þjófa ‘to call a thief’ Cleasby/V. iceland.-engl. dict. 740a. zugrunde liegt die idg. wz. *teup- ‘sich niederkauern, auch um sich zu verstecken’. anstelle des außerhalb des dt. nur schwach bezeugten deube (s. o. ae. und an.) stehen nord- und westgerm. bildungen auf der grundlage von germ. *þiubiþa, ohne entsprechung im dt. (mhd. diubde, diebde f. sind wohl jüngere parallelbildungen zu deube. – das nebeneinander von formen mit -b- und -v/f- beruht auf grammatischem wechsel; -v/f- gilt vor allem bair.-öst.gelegentlich mask.: u1394 seinen deube (a. sg.) altprager stadtrecht 156 R. mit einem deube (d. sg.) ebd. 155.als juristischer terminus vor allem ahd. mhd. verbreitet, nhd. mit abnehmender frequenz bis ins 18. jh. bezeugt, von 1774 Adelung wb. 1,1335 als veraltet gebucht. 1 diebstahl. a allgemein, der juristische tatbestand: 790/802 nihuaro nitua diufa benediktinerregel 204,3 S. A11.jh. ir nesculit manslahta tuon noh daz uberhuor noh die diuua ahd. sprachdenkm. 162 S. 1306 duͥ heirschaft hat da thwing vnd ban vnd richtet duͥb vnd vrefel rechtsqu Argau I 4,197. 14.jh. was der man vindet, leukent er sein, so man dornoch vraget und vindet man is in seiner beslossen wer, so ist is deube altprager stadtrecht 106 R. 1451/68 daz man sy .. nicht .. beclagen addir beschuldigen moge, wedder umbe dube nach umb roup schöffenspruchsamml Pössneck 1,191 G. hs.17.jh. das unser landrichter .. nit richten soll dann umb todsleg, deuf und notzogen öst. weist. 1,4. 1727 viele fremde weibs- wie auch mannspersonen, welche .. wegen vorgekomenen muthwillens, .. deuben und hurerey der .. obrigkeit vielen verdruß enreiten stadtrechte Eisenach 375 S./D. b die einzelne diebstahlshandlung: u1120/30 ich (Jakob) d[i]enot dir (Laban) mit ulizzen, danch woldest du mir niht wizzen,/ daz du mich divue zihest da uone daz gist du mir ze lone milst. genesis 62,9 D. u1300 swer sîn diube kan verheln Hugo v. Trimberg 7071 LV. 2.h15.jh. her bekante, das her unde eyner .., der des rathis was, sulde sulche dube mit om gethan habin in: Rothe düring. chr. 669 L. 1790 (der pranger,) woran besonders die feld- und gartendiebe mit bezeichnung der deube vor und nach dem gottesdienste pflegen angeschlossen zu werden qu. privatbauern Niederlausitz 203 L. 2 seltener diebesgut. a verallgemeinernd: 1060/5 suaz er (Jakob) da zime diuvene vunte,/ er wolte des haben scaden und scante wiener genesis 2777 ATB. 1281 swer .. divf wizzenlichen chovffet, den sol man an des divbes stat .. haben corp. altdt. originalurk 1,411 W. hs.1460 eyner mag dube irkrigen, vnd ist doch kein dip Bocksdorf additionen 285 S. b ein bestimmtes gestohlenes gut: u1210 (die minne) treit von lasterlichen siten/ gemanicvaltet einen sac,/ in dems ir diube und ir bejac/ ir selbes munde verseit/ und ez ze straze veile treit Gottfried 412294 R. 1636 ward der schildwechter am 7. mart. gehencket .. und die deube meistentheil wieder bekommen Hoppe schwed.-poln. krieg 158 T.V. Zimmermann
3389 Zeichen · 129 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Deube

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Deube , plur. die -n, ein veraltetes Wort, einen Diebstahl anzudeuten, welches nur noch in der Gerichtssprache der H…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Deube

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Deube , veralteter Ausdruck für Diebstahl (noch bei Logau); daher Wilddeube , kleine Wilddieberei.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit deube

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

deube‑ als Erstglied (1 von 1)

deubede

FWB

1. ›Diebstahl, Dieberei‹; 2. ›Diebesgut, Diebesbeute‹

deube als Zweitglied (1 von 1)

Holzdeube

Adelung

holz·deube

Die Holzdeube , plur. die -n, nur noch in den Gerichten, ein an Holz begangener Diebstahl, besonders in einem Gehölze oder Walde. S. Adelung…

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Cotta, M. (2026). „deube". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/deube/dwb2
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Cotta, Marcel. „deube". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/deube/dwb2. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „deube". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/deube/dwb2.
BibTeX
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