Hauptquelle · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)
Dei gratia
Dei gratia , lat., von Gottes Gnaden, manchmal auch Dei misericordia , durch Gottes Erbarmung, juvante Deo , mit Gottes Beistand, ein Titel, welcher einer Stelle des Apostels Paulus entlehnt und von geistlichen u. weltlichen Machthabern ursprünglich als Ausdruck frommer Demuth in amtlichen Erlassen angenommen wurde. Schon 356 gebrauchte ihn Papst Felix und laut den Akten der Concilien von Braga 411, Ephesus 431, Chalcedon 451 u.s.w. wurde derselbe im 5. Jahrh. allgemein üblich. In Deutschland ahmten die Bischöfe Kunibert von Köln 623, Bonifaz von Mainz, Hetti von Trier u. A. den Brauch nach un…