Hauptquelle · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)
Claude Lorrain
Claude Lorrain (frz. Clohd Lorräng), eigentlich Gelée (Sch'leh), geb. 1600 aus niederem Stande im lothring. Schlosse Champagne, kam als Küchenjunge und Farbenreiber nach Rom zu einem Verwandten, erhielt dort einige Ausbildung in der Malerei, bereiste Italien, bildete sich zum Meister und wurde mit zahlreichen und lohnenden Aufträgen beehrt; er st. 1682. C. L. wird als der größte Landschaftsmaler geschätzt, seine Beleuchtung ist poetisch und doch naturgetreu, seine Composition originell und reich, sein Naturstudium ausgezeichnet; nur Figuren konnte er nicht darstellen und ließ sie meist von Car…