Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Chinolīn
Chinolīn C 9 H 7 N entsteht bei Destillation von Chinin mit Kalilauge, findet sich im Steinkohlen- und Knochenteer und entsteht synthetisch beim Erwärmen eines Gemisches von Anilin mit Glyzerin und Schwefelsäure unter Zusatz von Nitrobenzol oder Arsensäure als Oxydationsmittel. Seine Konstitution zeigt folgende Formeln C. ist eine farblose, ölige, stark lichtbrechende Flüssigkeit, riecht aromatisch, schmeckt brennend, spez. Gew. 1,095 bei 20°, löst sich wenig in Wasser, mischt sich mit Alkohol und Äther, siedet bei 239° und bildet mit Säuren kristallisierbare, in Wasser leicht lösliche Salze. …