Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Buntspecht
Buntspecht
Specht m. Der Name des bunten Vogels, der mit spitzem Schnabel Insekten und Würmer aus Holz und Baumrinde geräuschvoll klopfend heraushackt, ahd. speht, auch ohne Dental speh (9. Jh.), mhd. asächs. speht, mnd. mnl. nl. specht, anord. (poetisch) spœtr, spettr (aus *spihtaʀ), schwed. -spett (in hackspett, eigentlich ‘hackender Specht’), germ. *spihta- ist wohl verwandt mit den ohne anlautendes s- auftretenden Namensformen lat. pīca ‘Elster’, pīcus ‘Specht’, vielleicht auch (wenngleich unsicher) mit aind. pikáḥ ‘der indische Kuckuck’. Danach läßt sich ie. *(s)pī̌ko- ‘Specht, großer Vogel’ erschließen, wobei vielleicht an die unter spitz und 1Spieß (s. d.) genannte Wurzel ie. *(s)p(h)ē̌i-, *(s)p(h)ī̌- ‘spitz, spitzes Holzstück’ angeknüpft und von ‘Vogel mit spitzem Schnabel’ ausgegangen werden kann. Die germ. Erweiterung mit -t ist sekundär. Doch auch lautmalender Ursprung des Namens ist denkbar. Nach den jeweils vorherrschenden Gefiederfarben werden unterschieden Grünspecht, ahd. gruon(i)speht (9. Jh.), mhd. gruon-, grüenespeht, Buntspecht (16. Jh.) und Schwarzspecht (18. Jh.).