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Briefmarke

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Briefmarke

Briefmarke

Brief m. ‘persönliches, adressiertes Schriftstück’, ahd. briaf (9. Jh.), mhd. mnl. nl. brief, asächs. mnd. anord. brēf, schwed. brev sowie engl. brief ‘Anweisung, Instruktion’ sind entlehnt aus lat. brevis (libellus) oder spätlat. breve n. ‘kurzes Schreiben, Urkunde’ (6. Jh.), zum Adjektiv lat. brevis ‘kurz, klein’. Vor der Übernahme ins Ahd. muß bereits Längung des -e- eingetreten sein, so daß der Diphthong -ia- entstehen kann. Demgegenüber wird anord. asächs. mnd. und mengl. -ē- bewahrt, in den nord. Sprachen auch das neutrale Genus (nach lat. breve n.). Die älteste Bedeutung ‘Schreiben, Urkunde’ (9. Jh.) bleibt in vielen Verbindungen erhalten: Brief und Siegel (14. Jh.), Bannbrief m. (14. Jh.), Frachtbrief m. (17. Jh.), Freibrief ‘Privileg’ (14. Jh., s. d.), Kaufbrief m. (15. Jh.), Schuldbrief m. (15. Jh.), Steckbrief ‘öffentlich bekanntgemachte Personenbeschreibung eines Flüchtigen’ (16. Jh., s. d.); dazu auch verbriefen Vb., ahd. firbriaven (9. Jh.), mhd. verbrieven ‘urkundlich feststellen’. In den folgenden Wendungen und Zusammensetzungen wird die ältere Bedeutung ‘Urkunde’ durch die (seit dem 12. Jh. bezeugte) heute allein übliche Bedeutung von Brief (zuerst in mhd. sentbrief, nhd. Sendbrief m. ‘an jmdn. bzw. mehrere gerichtetes Schriftstück’, auch ‘Denkschrift’) abgelöst: offener Brief ‘öffentliche Urkunde, Bekanntmachung, Mitteilung’ (13. Jh.), später ein in einer Zeitung abgedrucktes oder als Vervielfältigung versandtes Schriftstück (19. Jh.), Briefkasten m. ‘Urkundentruhe’ (15. Jh.), seit 1824 ‘Postbriefkasten’, Briefträger m., mhd. brieftrager ‘Gerichtsbote, der amtliche Schreiben austrägt’ (14. Jh.), seit dem 18. Jh. ‘Postbriefzusteller’. – brieflich Adj., ahd. briaflīh ‘schriftlich, brieflich’ (10. Jh.), mhd. brievelīchen Adv. Briefwechsel m. bereits Mitte des 16. Jhs. belegt, danach 1644 von Harsdörfer als Verdeutschung von Korrespondenz (s. d.) vorgeschlagen. Briefmarke f. (Mitte 19. Jh.).
1938 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Briefmarke

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +2 Parallelbelege

    Brief m. ‘persönliches, adressiertes Schriftstück’, ahd. briaf (9. Jh.), mhd. mnl. nl. brief, asächs. mnd. anord. brēf, …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Briefmarke

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Briefmarke ( Freimarke , franz. Timbre-poste , engl. Postage stamp , ital. Francobollo ), das von den Postverwaltungen a…

  3. modern
    Dialekt
    Briefmarkef.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Brief-marke f. : wie schd., Briefmaʳk (-maʳg, -mḁʳg) [fast allg.], -mg [Land], -maÄʳg [ KU-Steinb ], -marik [BZ-Billh (…

  4. Spezial
    Briefmarke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Brief|mar|ke f. (-,-n) 1 martl (-i) m. 2 stempl (-i) m. 3 bol (boi) m. ▬ Briefmarke n sammeln fá la racoiüda de martli.

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brief+marke

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