Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
breitdistele mhd. f.
mhd. f., daneben mhd. breitdistel st. m., vgl. Lexer, Hwb. 1,347.
breit-distele: nom. sg. Gl 3,542,37 (Wien 2524, 13. Jh.).
‘Breitdistel’, Name einer Pflanze; vielleicht die Schuttkarde, Dipsacus silvester L.: labrum Veneris. Die am Grunde breit zusammengewachsenen, einen Becher bildenden Stengelblätter rechtfertigen die Bezeichnung breit-; vgl. Alphita 89 ab: Labrum Veneris, cardo idem, folia habet lata; doch fährt Alphita fort: et maculas albas in foliis, und das spricht für Silybum Marianum L., die Mariendistel, vgl. Hegi VI, 917, die Björkman, ZfdWortf. 3,283 unter Labrum Veneris vermutet.
Vgl. auch Fischer, Pfl. 267.