Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
brâmelkrût mhd. st. n.
mhd. st. n.
bramel-chrut: nom. sg. Gl 3,546,36 (Innsbr. 355, 14. Jh.).
Brombeerpflanze, Rubus caesius L.: apiastellum; dies ist im Lat. Ranunculus sceleratus L., der Gift-Hahnenfuß (vgl. Fischer, Pfl. S. 281), doch konnte im Mittelalter darunter wohl auch Lamium album L., die Weiße Taubnessel, verstanden werden (vgl. ebda. S. 272), für die bi-, bienwurz, binsuga alte deutsche Bezeichnungen sind. Danach ist das bremencrut der Parallelhs. clm 615 die korrekte Übersetzung. Dagegen beruht die Übers. mit br. und dem bramecrwt der weiteren Parallelhs. clm 13 057 wohl darauf, daß bremen- statt zu bremo ‘Bremse’ fälschlich zu brema ‘Brombeere’ gestellt wurde, das der Übers. dann durch das eindeutige brâma, -o ersetzte.
Vgl. ?brâmekrût, breme(n)krût.