Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
brâmekrût mhd. st. n.
mhd. st. n.; mnd. brâmkrût (Lasch-Borchling, Mnd. Hwb. s. v. brâmbēre).
Bame-crwt: nom. sg. Gl 3,546,35 (clm 13 057, 14. Jh.); daß das erste Komp.-Glied mit Sicherheit als bramezu lesen ist, erweisen weitere Abbreviaturen dieser Art von brâm-, vgl. Pam-, Bam- Gl 3,536,30. 541,34. 543,7.
Brombeerpflanze, Rubus caesius L.: apiastellum. Die angemessene Übers. für apiastellum, unter dem im Mittelalter auch die Weiße Taubnessel, Lamium album L., verstanden werden konnte, ist das bremencrut der Parallelhs. clm 615. Dagegen beruht die Übers. mit br. und dem bramelchrut der weiteren Parallelhs. Innsbr. 355 wohl darauf, daß der Übers. bremen- statt zu bremo ‘Bremse’ fälschlich zu brema ‘Brombeere’ stellte und dafür dann das eindeutige brâma, -o wählte.
Vgl. brâmelkrût, breme(n)krût.