Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
bramarbasieren
bramarbasieren
bramarbasieren Vb. ‘prahlen, großtun’ (1751, Gellert), abgeleitet von einem Personennamen Bramarbas, den Gottsched (Deutsche Schaubühne, 1741) dem Titelhelden einer Komödie des Dänen Holberg in der dt. Übersetzung (Bramarbas oder der großsprecherische Offizier) beilegt. Er übernimmt den Namen (vielleicht angeregt durch dän. bramme ‘prahlen’?) aus einem anonym erschienenen satirischen Gedicht mit dem Titel Kartell des Bramarbas an Don Quixote (1710). Es ist daher anzunehmen, daß der Name im Sinne von ‘Schreihals, Großsprecher, Prahlhans’ zu span. bramar ‘brüllen, schreien’ gebildet ist.