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Brachvogel

mhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
12 in 12 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
39
Verweise raus
16

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Brachvogel

Bd. 3, Sp. 298
Brachvogel (Brachschnepfe, Numenius L.), Gattung der Schnepfen, schlank gebaute Vögel mit langem, dünnem Hals, kleinem Kopf, sehr langem Schnabel, vierzehigen schlanken und hohen Füßen und deutlicher Spannhaut zwischen den Zehen, großen, spitzen Flügeln und mittellangem, abgerundetem Schwanz. Von den 16 Arten leben 3 in Europa. Der große B. (Feld-, Kron-, Doppelschnepfe, Brachhuhn, Regenvogel, Geißvogel, Gewittervogel, Keilhaken, N. arcuatus L.), 75 cm lang, 125 cm breit, oberseits braun, am Unterrücken weiß und wie am rostgelblichen Unterkörper braun längsgefleckt, Schwingen schwarz und weiß, Steuerfedern weiß, schwarzbraun gebändert. Er lebt an Küsten und Binnengewässern im Norden Europas und Westasiens bis zum Baikalsee, geht im Winter nach Afrika und Indien, erscheint in Deutschland im März und April und im August und September. Einzelne überwintern an der Küste. Er ist sehr gesellig, vorsichtig und wachsam, frißt Kerbtiere, Muscheln, Krebstiere, Fische, Lurche, auch Beeren und brütet hauptsächlich in der Tundra, vereinzelt auch in Norddeutschland. Das Nest steht im Moos oder Riedgras und enthält vier ölgrüne, dunkelgrau und braun gefleckte Eier (s. Tafel »Eier II«, Fig. 10), die von den beiden Eltern ausgebrütet werden. Fleisch und Eier sind schmackhaft. Er hält sich gut in der Gefangenschaft. Der kleine B. (Regen-B., N. phaeopus L.) brütet auf Island und den Färöern, in Grönland, Sibirien, erscheint bei uns im Mai und August an den Küsten; der dünnschnäbelige B. (N. tenuirostris Vieill.) lebt in Südeuropa und ist bei uns selten. Vgl. Regenpfeifer.
1593 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brâchvogelstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    brâchvogel stm. turdus sumerl. 38,67. gl. Mone 6,346. Diefenb. gl. 278. turda gl. Mone 7,595. — Hadam. 132.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brāchvogel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Brāchvogel , des -s, plur. die -vögel, ein Nahme, welchen man besonders einer dreyfachen Art von Vögeln beyzulegen p…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brachvogel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Brachvogel (Numenius) , Gattung aus der Familie der Schnepfen; Schnabel lang, abwärts gebogen, das Ende des Oberkiefers …

  4. modern
    Dialekt
    Brachvogel

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    Brachvogel Band 1, Spalte 696 Brachvogel 1,696

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brachvogel

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von brachvogel 2 Komponenten

brach+vogel

brachvogel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brachvogel‑ als Erstglied (2 von 2)

Brachvogel, Alb. Emil

DWBQVZ

--- dass. mit einer einl. v. G. R. Kruse. Leipzig o. j. (1909). II. (= Reclam 5138—5143). ---

Brachvogel, Albert Emil

Meyers

Brachvogel, Albert Emil , dramat. Dichter und Romanschriftsteller, geb. 29. April 1824 in Breslau, gest. 27. Nov. 1878 in Berlin, besuchte d…