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Brāchvogel

mhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
12 in 12 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
39
Verweise raus
16

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Brāchvogel

Bd. 1, Sp. 1143
Der Brāchvogel, des -s, plur. die -vögel, ein Nahme, welchen man besonders einer dreyfachen Art von Vögeln beyzulegen pfleget. 1) Dem Brachvogel in der engsten Bedeutung, welcher in den gemeinen Mundarten auch Keilhacke und Fastenschlier genannt wird, über zwey Schuh lang und so dick wie ein Kapaun ist, einen unterwärts gebogenen Schnabel hat, und oben gelblich schwarz, unten aber weiß ist; Numenius Arquata, L. und Kl. Er hält sich am Ufer des Meeres und der Flüsse auf, und wird auch Regenvogel, Windvogel, Wettervogel und Geißhuhn genannt, weil er Regen und Ungewitter durch sein Pfeifen verkündiget. 2) Dem Saathuhne, welches so groß als eine Taube ist, und schöne buntfarbige und sprenkliche grüne Federn hat, und vielleicht der grüne Kibitz bey dem Klein, Gavia viridis, ist. Es lässet sich im Herbste gerne auf den Saatfeldern antreffen, und wird von einigen auch Regenpfeifer genannt, weil es die Veränderung des Wetters gleichfalls verkündiget. 3) Einem noch kleinern Vogel, welcher schöne bunte Federn hat, die am Bauche weißer sind, im gemeinen Leben Ditchen oder Titchen heißt, und sich gleichfalls auf den Saatfeldern aufhält. S. auch Bracher. Anm. Gemeiniglich leitet man den Nahmen dieser Vögel von dem Worte Brache her, weil sie sich zu gewissen Zeiten am häufigsten auf den Brachen, oder Brachäckern sehen lassen. Allein es ist wahrscheinlicher, daß diese Benennung so viel als Zugvogel bedeutet. Wraeka bedeutet im Schwedischen noch jetzt herumschweifen, keinen gewissen Aufenthalt haben, und Wrakfogel einen Zugvogel, der unsere Gegenden gegen den Herbst verlässet und sich eine wärmere Himmelsgegend sucht. Alle drey oben[] angeführten Arten von Vögeln sind wirkliche Zugvögel. Ob es alle diejenigen auch sind, die Klein unter dem Nahmen der Bracher begreift, weiß ich nicht. Im Angels. ist vraecca ein Fremder, und vraecnigan, wandern. S. auch 2. Brack.
1876 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brâchvogelstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    brâchvogel stm. turdus sumerl. 38,67. gl. Mone 6,346. Diefenb. gl. 278. turda gl. Mone 7,595. — Hadam. 132.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Brāchvogel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Brāchvogel , des -s, plur. die -vögel, ein Nahme, welchen man besonders einer dreyfachen Art von Vögeln beyzulegen p…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brachvogel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Brachvogel (Numenius) , Gattung aus der Familie der Schnepfen; Schnabel lang, abwärts gebogen, das Ende des Oberkiefers …

  4. modern
    Dialekt
    Brachvogel

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    Brachvogel Band 1, Spalte 696 Brachvogel 1,696

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brachvogel

2 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von brachvogel 2 Komponenten

brach+vogel

brachvogel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brachvogel‑ als Erstglied (2 von 2)

Brachvogel, Alb. Emil

DWBQVZ

--- dass. mit einer einl. v. G. R. Kruse. Leipzig o. j. (1909). II. (= Reclam 5138—5143). ---

Brachvogel, Albert Emil

Meyers

Brachvogel, Albert Emil , dramat. Dichter und Romanschriftsteller, geb. 29. April 1824 in Breslau, gest. 27. Nov. 1878 in Berlin, besuchte d…