Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
bordrima ae. sw. m.
ae. sw. m. — Graff II, 511 s. v. bortriumo.
bord-remum: dat. pl. Gl 2,244,10 (Ld., S. Omer 150, 10. Jh., Ld. bovrd-); -remū: dass. 11 (Fulda Aa 2, 10. Jh.). 245,42 (Sg 299, 9./10. Jh.). 246,45 (Schlettst., 12. Jh.). Beruht das -e- in -remum lediglich auf einer Verschreibung des dem deutschen Schreiber wohl unbekannten ae. -rima, oder liegt eine bewußte Änderung vor? (Anlehnung an riemo < lat. remus, vgl. Gl 3,356,57. 370,2, vielleicht auch 4,136,12, oder Anlehnung an riomo? Mir scheinen jedoch beide Möglichkeiten wenig für sich zu haben).
Rand eines Brettes, einer Planke; übertr. die Fuge, Spalte, Ritze zwischen den Planken: rimis [itaque patentibus intravit mare, atque usque ad superiores tabulas implevit navem, Greg., Dial. 3,36 p. 357]; z. Auffassung von rima vgl. rimis iuncturis tabularum CGL iv, 280,15. 563,13, rimas iuncturas tabularum v, 329,18.
Vgl. Michiels S. 14 f., Bosw.-T. Suppl. 101 b.]