Wossidia
Blocksbarg m. Blocksberg, gilt allgem. als Hexentanzplatz, in Mecklenburg Hunderte von Erhöhungen mit diesem Namen,
s. E. Boll Gesch. 1, 306; L. Krause in Nds. 20, 240; Bartsch 1, 115; 123; 125; 2, 8 ff.; 264 ff.; Wo. Sag. 1, 365; Nd. Kbl. 21, 21; 'wahr, daß Hans Everts bekand, daß er dieses Jahr auf Walprechtsnacht nebenst anderen mehr auf dem Blocksberg, welcher zu Reinßhagen gehalten, gewesen und ... er daselbst mit Zauberern Gemeinschaft gehalten' (Gü um 1668) Monh. 15, 107
a; 'habe dort gegessen, Bier und Wein getrunken und gesprungen, von einer Kuh bei lebendigem Leibe das Fleisch gefressen bis auf das Gerippe' 110
b; 'die ... wäre auch auf dem Blocksberge gewesen' Mantz. Sel. 1, 393; 'un sege wol, ick sethe up dem Blockesberge ... edder ick lege ym roden Meere versunken' Gry. Wed. O 8
b; die Obrigkeit versuchte, diesen Aberglauben zu beseitigen: 'so wenig von den zu der peinlichen Befragung adhibirten Richtern und Beysitzern gefraget werden solle, ob Reus oder Rea auf dem Blocksberge gewesen, daselbst gegessen, getantzet oder anderes teuflisches Gauckelwerck getrieben' Instruktion von 1683; Rdaa.: dee is woll mit de Hexen nah 'n Blocksbarg wääst vom Schläfrigen Wa; dor kann 'n (mit 'n bloten Noors) up nah 'n Blocksbarg riden von einer stumpfen Sense SchöSchönberg@GrevesmühlenGrev; Carl; de Düwel sall mi fuurts nah 'n Blocksbarg riden! Bey. in Nds. 16, 397; för minentwegen kann Korl na 'n Blocksbarg reisen Stillfr. Sl. 134; juch is woll nich sacht, ji willt woll nah 'n Blocksbarg zu Mädchen, die zum Tanzboden wollen Wo. Sag. 2, 367; dem Kinde, das lügt, droht man: sast 'n Blocksbarg mit de Neihnadel ümgraben ebda; wenn man beim Mähen auf eine kleine Erhöhung stößt, heißt es: hest du hier œwer 'n Blocksbarg! Ha; Blocksbarg hollen toben, sich lärmend streiten RoRostock@KlockenhagenKlock; Kühl; Wo. Sag. 2, 367; übertr. auf die Erhöhung des Flaschenbodens: de Blocksbarg is nich mihr bedeckt HaHagenow@RedefinRed; im Wiegenlied: Eija brummsuse, Was wohnt in unserm Huse? Eine bunte Koh, Dor riden se mit nah 'n Blocksbarg to Wo.
V. 3, 30; im Neckreim auf Karl: Koorl, Koorl Kasten, De Gös' dee gahn in 'n Gasten, Kümmt de Kierl mit 'n Bummelwagen un jaagt se all den Blocksbarg hendal Wo. Sa; auf Johann: Johann, spann an, Dree Katten vöran, Dree Müs' vörup, So geiht de Reis' nah 'n Blocksbarg rup
V. 4, 2; de Kater vörup nah 'n Blocksbarg rup im Abcreim LuLudwigslust@Neu KrenzlinNKrenzl. Bl. 53
a; Br. Wb. 1, 104; Da 20
b; Dä. 46
b; Me. 1, 395.