Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
bewinde stv.
1. eigentlich.
a. als daʒ würmel (der seidenwurm) sich bewindet H. zeitschr. 8,280. — mit beiden orten vornen ist diu krône sô bewunden die beiden vordern enden der hörner sind so um sie herum gewunden Wigal. 3863. zwô stangen mit einem rôten samît edel bewunden troj. s. 212. a. hieʒ in mit sabanen bewinten Genes. fundgr. 83, 24. mîn hâr an dem reien sol mit sîden sîn bewunden Nith. 57,5. dô ich dem valken sîn geviderc mit golde wol bewant MS. 1,38. b. — als diu sêle ist bewunden verhüllt in dem lîchamen myst. 2,196,9.
b. bekleide. daʒ man mit wîblîchir wât einen man bewunde Jerosch. 131. c. — in (so die handschrift) des tieres hiute der helt sich bewant Gudr. 102,1.
2. tropisch. sô gitân unmaht in (so zu lesen) bewant umstrickte, ergriff ihn Tundal. 43,68. — nâch der îtelen êren prîs hete er sîn rede bewunden Pass. K. 586,87. des ich dir nicht bewinde verhülle, verheimliche das. 634,85. dem alle herzen offin sint und dem kein touge sich bewint Jerosch. 36. a.