Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
bewille stv.
1. eigentlich. diu vohe bewillet sich in der rôten erde Karaj. 93,10. bewillet sich in dem hore das. 80,5. der vil trüeben lachen, dâ bewellent si sich inne Wigal. 80. ich bewille hiute mîn spiʒ in dînem bluote pf. K. 143,4. lâgen in bluote bewollen das. 232,23. vgl. Judith 176,22. Jerosch. 23. b. der stoub velt unde volk sô gar bewal mit alsô dickem melme das. 105. d. vil manic edeler stein was dar umbe bewollen Servat. 487.
2. bildlich.
a. beflecke, besudele. daʒ nie dîn lîp bewollen wart Gfr. lobges. 47. mir bewollener Diemer 381,9. vgl. Pass. 140,53. daʒ si sich gar bewulle Servat. 1027. vgl. Genes. fundgr. 21,2. 20. — in dem irretuome bewollen Servat. 145. der sich in sunden nie ne bewal Diemer 323,24. daʒ ih mit deheinen sunden bewollen bin Judith 172,12. sich bewellen mit sünden Genes. fundgr. 28,22. 54,38. mit huore das. 23,44. mit der bôsheit Wigal. 120.
b. allgemeiner: daʒ tohterlîn was gar envollen mit guote bewollen völlig versehen Kolocz. 162. die habet sich bewollen befaßt mit sô vremden sachen Nith. 10,3. der kunic von Castellin wart gesehn bewellin mit strîtlîchir tâte Jerosch. 39. d.