Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
bevalle stv.
I. intransit.
1. falle. ob du ie beviele mit deme willen in die sünde bihteb. 41.
2. zerfalle. daʒ hiuselîn was bevallen ânc dach Gregor. 2863 nach der Vatik. hs., zevallen Lachmann.
3. gefalle. daʒ ne beviel uns niwit wale L. Alex. 4897 W.
II. transit.
1. überfalle. der bruoder sol man nicht sparn und der diutschen allen, swâ wir sie bevallen livl. chron. 4729.
2. bedecke fallend. di heiden hûben di flucht, si bevielen daʒ gevilde pf. K. 183,17 und anm. swie vil si (die thränen) die bevielen, sô bleip ir antlütze iemer mê gestellet minneclîche Elisab. Diut. 1,365. velt unde walt mit snê bevallen a. w. 3,225. — allgemeiner: der boum was bevallen mit einem dürren aste hatte einen dürren ast H. zeitschr. 7,325. sô ist bevallen ir jugent von des alters untugent das. 326.