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Bettung

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Bettung

Bettung

Bett n. ‘Liegestatt zum Schlafen, Federbett, Bettdecke’. Dem gemeingerm. Wort für ‘Liegestatt’ ahd. betti ‘Lager, Bett, Federbett, Beet’ (8. Jh.), mhd. bette, asächs. bed, mnd. mnl. bedde, nl. bed, aengl. bedd, engl. bed, anord. beðr m., got. badi. Herkunft ungewiß. Vielleicht liegt die Verbalwurzel ie. *bhedh- ‘stechen, besonders in die Erde stechen, graben’ zugrunde, zu der lat. fodere ‘graben’ und fossa ‘Graben’, lit. bèsti (bedù) ‘stechen, bohren, graben’, aslaw. bosti ‘stechen’, russ. bodát’ (бодать) ‘mit den Hörnern stoßen’, kymr. bedd ‘Grab’, gall. bedo- ‘Kanal, Graben’ gehören. Danach wäre germ. *badja- ursprünglich eine ‘in den Boden eingegrabene Lagerstätte, Schlafgrube’, zunächst wohl für Tiere. Die Vorstellung, wonach der Mensch seine Schlafstelle nach dem Lager eines Tieres benennt, wird von de Vries Nl. 34 bezweifelt, der Bett als ‘warme Stelle, wo man vor Kälte geschützt ist’ erklärt und etymologisch zu Bad (s. d.) stellt. Den Germanen ist das Bett in seiner heutigen Gestalt unbekannt; sie schlafen auf Tierfellen, später auf Matten, bis schließlich feste Schlafbänke an den Wänden der Wohnräume aufgestellt werden, vgl. ahd. bettibret (9./10 Jh.), mhd. bettebret, asächs. beddibred ‘Bettstelle’. Das bewegliche Bett auf hölzernem Gestell, eine Erfindung der Mittelmeervölker aus klassischer Zeit, wird erst später üblich. – betten Vb. ‘zur Ruhe niederlegen’, reflexiv ‘sich ein Lager bereiten’, ahd. bettōn ‘betten, ein Bett zurichten’ (Hs. 12. Jh.), mhd. betten, mnd. mnl. bedden, aengl. beddian. Dazu Bettung f., zuerst Mitte des 15. Jhs. im Sinne von ‘Bett’; in dieser Bedeutung bis ins 19. Jh., zuweilen sogar noch im 20. Jh. Anfang des 17. Jhs. wird Bettung ‘feste Unterlage’ ein bis heute gültiger Fachausdruck im Bauwesen, zuerst im militärischen Bereich (Bettung der Kanonen), später im Bereich der Wasserwirtschaft (Bettung einer Schleuse); die heute häufige Bedeutung ‘Unterlage für die Gleise einer Eisenbahnstrecke’ ist seit den 40er Jahren des 19. Jhs. nachweisbar. bettlägerig Adj. ‘erkrankt zu Bett liegend’ (Mitte 16. Jh.; obd. bettligring schon Mitte 15. Jh.). Bettstelle f. ‘hölzerner oder eiserner Rahmen eines Bettes’ ist wie gleichbed. Bettgestell n. seit Anfang des 18. Jhs. belegt, voraus geht westmd. bettsteill (Mitte 16. Jh.).
2283 Zeichen · 78 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bèttung

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Bèttung , plur. die -en. 1) Die Handlung des Bettens; ohne Plural, und selten. 2) In der Befestigungs- und Geschützk…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bettung

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bettung , jede feste Unterlage von gleichmäßiger Tragfähigkeit zur Ausstellung von Maschinen, beim Eisenbahnbau etc. Ges…

  3. modern
    Dialekt
    Bettung

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Bettung [Pétù allg. ] f. ( Bf. n.) Grundmörtel, Beton. I n de n Ställ en het m e r gwö h nli ch e B. Bisch.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bettung

3 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von bettung 2 Analysen

be- + tt + -ung

bettung leitet sich vom Lemma tt ab mit Präfix be-, mit Suffix -ung.

Alternativen: bett+-ung

bettung als Zweitglied (2 von 2)

Einbettung

RDWB1

Einbettung f включение, размещение, помещение (какого-л. элемента в нечто большее) Die Einbettung dieses Motivs in den ersten und dritten Te…

stückbettung

DWB

stueck·bettung

stückbettung , f. , dass. wie stückbett; suggestus tormentorum Apinus 516 : unten am fusz des thurms, jenseits des weges, springt noch eine …

Ableitungen von bettung (1 von 1)

bettunge

Lexer

bettunge stf. lectisternium Dfg. 322 b .