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Beredsamkeit

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Beredsamkeit

Beredsamkeit

Rede f. ‘Äußerung, sinnvolle Wortfolge, Ansprache, Vortrag’, ahd. reda (8. Jh.), redī (9. Jh.), mhd. rede ‘Rechenschaft, Vernunft, Verstand, Sprache, Gespräch, Erzählung’, asächs. reðia ‘Rechenschaft’, mnd. mnl. rēde, nl. rede ‘Verstand, Bewußtsein, Rechenschaft, Argument, Rede’, afries. retha, got. raþjō ‘Abrechnung, Zahl, Rechenschaft’ (mit dazu gebildetem garaþjan ‘zählen’) führen auf germ. *raþjōn und sind wie lat. ratio (Genitiv ratiōnis) ‘Rechnung, Rechenschaft’ Ableitungen mit dem Suffix ie. -i̯ō(n) von mit Dental erweitertem ie. *rē-; dazu auch 1gerade, das zweite Kompositionsglied von hundert, raten (s. d.) sowie lat. rērī (ratus sum) ‘bei sich bestimmen, glauben, meinen’ und möglicherweise lit. ríeti ‘(Holz) schichten’. Es handelt sich dabei um eine Form der Wurzel ie. *ar(ə)- ‘zusammenfügen, passen’ (s. Arm). In fester Wendung gebundene Rede ‘Poesie’, eine Prägung der Sprachgesellschaften (17. Jh.). Vom Substantiv abgeleitet reden Vb. ‘sprechen, sich sinnvoll äußern, sagen’, ahd. redōn (9. Jh.), mhd. reden, asächs. reðion, mnd. rēden, redden; mnl. reden, afries. rethia (germ. *raþjan) und (ohne Nachfolge im Nhd.) ahd. redinōn (9. Jh.), mhd. redenen, asächs. reðinon. Redner m. ‘wer eine Rede hält, Vortragender’, ahd. redināri (um 1000), mhd. redenære, Nomen agentis zum Verb ahd. redinōn. rednerisch Adj. ‘in der Art eines guten Redners’ (17. Jh.). beredt Part.adj. ‘redegewandt, gesprächig’ (15. Jh.), verkürzt aus mhd. beredet sīn ‘mit Rede begabt sein, zu sagen wissen’, zu mhd. bereden ‘wovon reden, etw. mündlich festsetzen, durch mündliche Rede gütlich beilegen’, rechtssprachlich ‘beweisen, dartun, überführen, vor Gericht verteidigen’; vgl. ahd. biredinōn ‘überführen, überreden’ (9. Jh.). beredsam Adj. ‘redegewandt’ (17. Jh.); Beredsamkeit f. ‘Redegewandtheit, Redegabe’ (16. Jh.). redselig Adj. ‘geschwätzig’ (15. Jh.). Redensart f. ‘geläufige, feststehende sprachliche Wendung’, Übersetzung (Anfang 17. Jh.) von gleichbed. frz. manière de parler (jünger façon de parler).
2013 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Berêdsamkeit

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Berêdsamkeit , plur. inus. die Fertigkeit andere zu bereden, und zwar, 1) in der weitesten Bedeutung, da dieses von …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Beredsamkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Beredsamkeit vereinzelt -dt- 1 die natürl (u kultivierte) Gabe, ein persönl Anliegen (in wohlformulierter Rede) überzeug…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beredsamkeit

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Beredsamkeit , die Kunst des freien Vortrags vor einer Versammlung; dazu gehört überhaupt Kenntniß der Sache und der Zuh…

  4. Spezial
    Beredsamkeitf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Beredsamkeit , f красноречивость , ж → FiloSlov Redegewandtheit, f

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beredsamkeit

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von beredsamkeit 3 Analysen

be- + redsamkeit

beredsamkeit leitet sich vom Lemma redsamkeit ab mit Präfix be-.

Alternativen: be-+redsam+-keit bereden+-sam+-keit

beredsamkeit als Zweitglied (1 von 1)

unberedsamkeit

DWB

unberedsam·keit

unberedsamkeit , f. , gegentheil von beredsamkeit, trotz empfehlung der wb. sehr wenig gebräuchlich. unberedtsamkeit infacundia, infantia, i…

Ableitungen von beredsamkeit (1 von 1)

unberedsamkeit

DWB

unberedsamkeit , f. , gegentheil von beredsamkeit, trotz empfehlung der wb. sehr wenig gebräuchlich. unberedtsamkeit infacundia, infantia, i…