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beredsam

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

beredsam

beredsam

Rede f. ‘Äußerung, sinnvolle Wortfolge, Ansprache, Vortrag’, ahd. reda (8. Jh.), redī (9. Jh.), mhd. rede ‘Rechenschaft, Vernunft, Verstand, Sprache, Gespräch, Erzählung’, asächs. reðia ‘Rechenschaft’, mnd. mnl. rēde, nl. rede ‘Verstand, Bewußtsein, Rechenschaft, Argument, Rede’, afries. retha, got. raþjō ‘Abrechnung, Zahl, Rechenschaft’ (mit dazu gebildetem garaþjan ‘zählen’) führen auf germ. *raþjōn und sind wie lat. ratio (Genitiv ratiōnis) ‘Rechnung, Rechenschaft’ Ableitungen mit dem Suffix ie. -i̯ō(n) von mit Dental erweitertem ie. *rē-; dazu auch 1gerade, das zweite Kompositionsglied von hundert, raten (s. d.) sowie lat. rērī (ratus sum) ‘bei sich bestimmen, glauben, meinen’ und möglicherweise lit. ríeti ‘(Holz) schichten’. Es handelt sich dabei um eine Form der Wurzel ie. *ar(ə)- ‘zusammenfügen, passen’ (s. Arm). In fester Wendung gebundene Rede ‘Poesie’, eine Prägung der Sprachgesellschaften (17. Jh.). Vom Substantiv abgeleitet reden Vb. ‘sprechen, sich sinnvoll äußern, sagen’, ahd. redōn (9. Jh.), mhd. reden, asächs. reðion, mnd. rēden, redden; mnl. reden, afries. rethia (germ. *raþjan) und (ohne Nachfolge im Nhd.) ahd. redinōn (9. Jh.), mhd. redenen, asächs. reðinon. Redner m. ‘wer eine Rede hält, Vortragender’, ahd. redināri (um 1000), mhd. redenære, Nomen agentis zum Verb ahd. redinōn. rednerisch Adj. ‘in der Art eines guten Redners’ (17. Jh.). beredt Part.adj. ‘redegewandt, gesprächig’ (15. Jh.), verkürzt aus mhd. beredet sīn ‘mit Rede begabt sein, zu sagen wissen’, zu mhd. bereden ‘wovon reden, etw. mündlich festsetzen, durch mündliche Rede gütlich beilegen’, rechtssprachlich ‘beweisen, dartun, überführen, vor Gericht verteidigen’; vgl. ahd. biredinōn ‘überführen, überreden’ (9. Jh.). beredsam Adj. ‘redegewandt’ (17. Jh.); Beredsamkeit f. ‘Redegewandtheit, Redegabe’ (16. Jh.). redselig Adj. ‘geschwätzig’ (15. Jh.). Redensart f. ‘geläufige, feststehende sprachliche Wendung’, Übersetzung (Anfang 17. Jh.) von gleichbed. frz. manière de parler (jünger façon de parler).
2013 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Berêdsam

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Berêdsam , -er, -ste, adj. et adv. welches nur noch im gemeinen Leben für beredt üblich ist, mit der Gabe zu bereden, d.…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    beredsam

    Goethe-Wörterbuch

    beredsam beredt; in iron Zshg [ Olimpia: ] O, seht den lieben Onkel! | .. Wie schmachtend steht er da! | .. Bescheiden u…

  3. Spezial
    beredsam

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|red|sam adj. (redegewandt) elocuënt (-nc, -a), che sá da baié.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beredsam

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von beredsam 3 Analysen

be- + redsam

beredsam leitet sich vom Lemma redsam ab mit Präfix be-.

Alternativen: bereden+-sam be-+red+-sam

beredsam‑ als Erstglied (1 von 1)

beredsamkeit

DWB

beredsam·keit

beredsamkeit , f. facundia, eloquentia: der diamanten flehen, des golds beredsamkeit wird sie nicht widerstehen. Gellert 1, 113 ; wenn ich i…

Ableitungen von beredsam (1 von 1)

unberedsam

DWB

unberedsam , adj. , gegentheil von beredsam, neben unberedt von Kramer (1678) 1148 b , als veraltend bei Adelung verzeichnet, verworfen von …