Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
beraubung f.
beraubung , f. spoliatio, privatio: die beraubung der leichen; der erst schad ist beraubung groszer früchten, die ein mensch ablesen mag von seinem mund. darumb also unvernünftiglichen schweigen bringt beraubung groszer frücht, ein mensch mag got loben, das ist ein frucht. Keisersb. sünden des munds 78 b ; die verneinung, insofern sie die folge einer realen entgegensetzung ( zweier bestimmungen, deren jede für sich positiv ) ist, will ich beraubung (privatio) nennen. Kant 1, 33 ( nach dem sprachgebrauch der älteren wolfischen schule ).