Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
bemängeln
bemängeln
2mangeln Vb. ‘nicht ausreichend vorhanden sein, fehlen’, ahd. mangalōn (9. Jh.), mhd. mnd. mangelen, mangeln ‘Mangel haben, leiden, entbehren müssen’ ist wie mhd. mangen entlehnt aus spätlat. mancāre ‘verstümmeln, zum Krüppel machen, mangeln, fehlen’, das über Italien (vgl. ital. mancare ‘mangeln, fehlen’) nach dem Norden vermittelt wird; vgl. Germania Romana 2 (1968) 312 ff. Zugrunde liegt lat. mancus ‘gebrechlich, unvollständig, mangelhaft’, eigentlich ‘verstümmelt, verkrüppelt’, woraus (über Gallien) entlehntes mnl. manc, nl. mank ‘hinkend, lahm’. – 2Mangel m. ‘Entbehrung, Knappheit, Fehler, Unzulänglichkeit’, Rückbildung aus dem Verb, mhd. mangel ‘Mangel, Gebrechen’; vgl. ahd. mangalunga ‘Mangel, Verlust’ (11. Jh.). mangelhaft Adj. ‘ungenügend, notdürftig, unvollständig, fehlerhaft’ (15. Jh.). bemängeln Vb. ‘beanstanden, auszusetzen haben’ (19. Jh.).