Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
behebe
1. hebe, nehme weg. der man sol sînen wîngarten, daʒ geistlîchiu wuocher sint, behuoten daʒ in werltlîch âchust iht behefit Karaj. 97,18. vgl. ahd. bihefjan lat. usurpare, praesumere Graff 4,823.
2. erhalte, erwerbe. er behuop daʒ êwig himmelrîch Ls. 3,266.
3. behalte, behaupte. vgl. Schmeller 2,139. — diu tugentrîche behuop den wal und auch den sig Anur. 119. vgl. behabten si daʒ wal Parz. 207,11. W. Wh. 206,24. ob du von deheinem menschen verburge oder behüebe übrig guot bihteb. 58. di veint pehuoben an der stunt di stat mit wernden handen Suchenw. 18,212. er behuob sîn guot und sînen lîp Dioclet. 6891. daʒ si ir guot behuob leseb. 838,5. die behuoben dem kinde sîn leben das. 959,31. diu behebt an im iren strît Hätzl. 2,50,12. wie künig Ludwîg von Paiern daʒ rîch behuob an künig Friderîchen Zürich. jahrb. 72. — ob du ie gülte vor behüebe vorenthieltest bihteb. 65. — die angeführten stellen zeigen, daß die bedeutungen 2 und 3 von behebe mit denen von behabe (w. m. s.) übereinstimmen. bei Suchenwirt wechselt in demselben gedicht behuop (18,212) mit behabete (das. 415). es ward also in der spätern zeit beheben mit behaben verwechselt.