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begahn

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

begahn trans., intrans.

Bd. 1, Sp. 712
Wossidia begahn begehen I. trans. 1. einen Ort begehen, über etwas hingehen: de Öllermeister (Oberschäfer) hadd' alle Gäuder tau begahn MaMalchin@LiepenLiep; von der Sturzwelle: wenn 'n Bräker dat Schipp begeiht RoRostock@WustrowWustr; mit persönlichem Obj.: wenn einen 'n Bräker begahn deit RoRostock@Ribnitzribn; übertr. besuchen: dee hett ok ne hog' Schaul begahn HaHagenow@RedefinRed. 2. um etwas herumgehen, um die Begüterung, um eine Verschiebung der Grenzen zu verhindern: 'zu besserer Beobachtung dortiger Grentzen und Scheiden selbige jährlich mit denen Forstund Ambtsbedienten und, wo nöthig, mit Zuziehung junger Mannschaft zu begehen' Pachtkontrakt v. 1713; 'daß er zur Zeit, als der sel. Herr ... das Gut angetreten, die Scheide mit begangen hätte' (1790) SchöSchönberg@BernstorfBernst; 'damals wäre die Scheide aber begangen worden' ebda; um eine Stätte herumgehen, um diese vor Unheil zu schützen: beim Sprechen des Diebssegens hebben de Scheper de Fläken begahn HaHagenow@WittenburgWitt; dee hett dat Füer begahn es umwandelt und besprochen ebda; auch die Grenzen eines Ackers werden mit einem Spruch begahn, um die Saat vor Vögeln zu schützen SchöSchönberg@BonnhagenBonnh; vom feierlichen Umschreiten des Grabes: 'do dat vroychen beghan wart' (SchwSchwerin@GadebuschGad 1452) Jb. 39, 14; 'scholen de prestere ... uns unde unze olderen enes des iares erliken beghan myt lichten unde myt boldeke, myt villigen unde myt zelemissen' (1387) UB. 21, 167 und öft. 3. mit pers. Obj. jem. begehn, auf einer Tat ertappen, abfassen: wenn se dorbi begahn warden RoRostock@AlthagenAHag; he hett sei begahn wullt vergewaltigen Schw; auch von Pflanzen: dat een von dat anner begahn ward befruchtet wird LuLudwigslust@ConowCon. 4. eine Handlung begehen: dee früher wat begahn hebben, kœnen keen Rauh finnen die sich vergangen haben GüGüstrow@BuchholzBuchh; wull dörchuht ehne Frie begahn (heiraten) A. Reinh. Dokt. 18. II. intrans. 1. trächtig werden nach dem Bespringen: de Stark is begahn Ro; 'auch die jungen Starken begehen zu zeitig, weil das Rind unter ihnen ist' Eng. Landw. 2, 201; de Sœg is begahn Ro; begahn trächtig werden von Pferden Jac. 2, 121; de Stot is begahn von 'n iersten Sprung Sta Stargard@GramelowGram; de ... begahn ... nich wedder Loep. 168; um diesen Zustand herbeizuführen, werden mancherlei Bräuche beobachtet: wenn ne Kauh nich begahn will, wird sie über die Feldscheide geleitet RoRostock@ElmenhorstElm; wenn ne Staut nich begahn will, muß man ihr die Schalen von Taubeneiern eingeben WaWaren@JabelJab; wenn man beim Bespringen die Hände in den Taschen hält, begeiht de Staut nich WaWaren@RogeezRog; auch von der schwangeren Frau: de Fru is begahn wääst GüGüstrow@LanghagenLangh. 2. in der Verbindung mit bliben, um die Dauer eines Zustandes zu bezeichnen: dee blifft ok begahn as ne oll Stoppelgaus von der alten Jungfer Ro Rostock@RibnitzRibn; leiwer will ick leddig begahn bliben Quitz. 3, 28; auf dem Durchmarsch zurückbleiben: twei Sweden sünd hier begahn bläben RoRostock@KühlungsbornKühl; een Franzos' is hier begahn bläben Wo. V. 1, 952 f; doch, wie dot bliben, den Eintritt eines Zustandes bezeichnend: begahn bliben trächtig werden MaMalchin@GülzowGülz. — Mnd. begân. — Br. Wb. 2, 480; Da. 14b; Dä. 29b; Me. 1, 273; Teu. 1, 61.
2994 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    begahn

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    begahn , im 16 jh. noch zuweilen für begehen, mhd. begân und begên.

  2. modern
    Dialekt
    begahntrans., intrans.

    Mecklenburgisches Wb.

    begahn begehen I. trans. 1. einen Ort begehen, über etwas hingehen: de Öllermeister (Oberschäfer) hadd' alle Gäuder tau …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit begahn

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Zerlegung von begahn 2 Komponenten

beg+ahn

begahn setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „begahn". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/begahn/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „begahn". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/begahn/meckwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „begahn". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/begahn/meckwb.
BibTeX
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