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Bauernfeld

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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Bauernfeld

Bd. 2, Sp. 461
Bauernfeld, Eduard von, Lustspieldichter, geb. 13. Jan. 1802 in Wien, gest. daselbst 9. Aug. 1890, studierte die Rechte und erhielt 1826 eine Stelle bei der niederösterreichischen Regierung, später bei der Hofkammer, zuletzt (1843) bei der Lottodirektion. 1842 überreichte er mit allen Wiener Schriftstellern von Rang die »Pia desideria eines österreichischen Schriftstellers«, die um eine Erleichterung der drückenden Zensurvorschriften nachsuchten; doch ohne Erfolg. In den Märztagen 1848 suchte B. mit Doblhoff und A. Grün durch seine Popularität und seinen Einfluß beim Erzherzog Ludwig die revolutionäre Bewegung in ruhige Bahnen zu lenken. Am 13. März brachte er das schriftliche Versprechen einer Konstitution aus der Hofburg. Doch warfen ihn die Anstrengungen dieser Tage aufs Krankenlager; indes die Revolution in Wien vorüberstürmte, lag er untätig in der Badener Sommerfrische. Nun nahm er auch Abschied vom Amt und lebte ausschließlich seiner Muse, die zumal im Burgtheater warme Pflege fand. Ein glänzender Gesellschafter, ward der witzsprühende Junggeselle B. der Liebling der Wiener. B. ist der fruchtbarste dramatische Dichter Deutsch-Österreichs. Was er sonst geschrieben hat: »Gedichte« (2. Aufl., Leipz. 1856), »Das Buch von uns Wienern, in lustig gemütlichen Reimlein von Rusticocampus« (Wien 1856), »Wiener Einfälle und Ausfälle« (das. 1852), der Roman: »Die Freigelassenen. Bildungsgeschichte aus Österreich« (Berl. 1875, 2 Bde.), »Poetisches Tagebuch« (das. 1887) etc., kommt kaum in Betracht neben seiner dramatischen Tätigkeit. Besonders sind es seine Schilderungen der vornehmen Wiener Gesellschaft in den durch seinen Dialog und heitere Laune ausgezeichneten Lustspielen, denen er seinen Ruhm verdankt. Als die bekanntesten seiner Lustspiele nennen wir: »Leichtsinn aus Liebe« (1831), »Bekenntnisse« (1834), »Bürgerlich und Romantisch« (1835), »Großjährig« (1846), »Der kategorische Imperativ« (1851), »Aus der Gesellschaft« (1866), »Moderne Jugend« (1868). Seine »Gesammelten Schriften« (Wien 1871–72, 12 Bde.) enthalten nur eine Auswahl seiner Werke; der letzte Band enthält seine Memoiren: »Aus Alt- und Neu-Wien«. Später sind noch erschienen die Lustspiele: »Die Verlassenen« (1878) und »Mädchenrache« (1881), die Tragikomödie »Des Alkibiades Ausgang« (1882) und die satirische Dichtung: »Aus der Mappe eines alten Fabulisten« (Wien 1879). Nach des Dichters Tod veröffentlichte F. v. Saar den »Dramatischen Nachlaß« (Stuttg. 1893) und K. Glossy in den Jahrbüchern der Grillparzer-Gesellschaft: »Aus Bauernfelds Tagebüchern, 1819–1879« (Sonderausg., Wien 1895–96, 2 Tle.). Vgl. Horn er, Bauernfeld (Leipz. 1900).
2644 Zeichen · 44 Sätze

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bauernfeld

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Bauernfeld , Eduard von, lyrisch dramatischer Dichter. geb. zu Wien 1802, angestellt bei der k. k. allg. Hofkammer, seit…

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Zerlegung von bauernfeld 2 Komponenten

bauern+feld

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Cotta, M. (2026). „bauernfeld". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/bauernfeld/meyers
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Cotta, Marcel. „bauernfeld". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/bauernfeld/meyers. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „bauernfeld". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/bauernfeld/meyers.
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