barsten Rhfrk
bęršdən, –ęăš-; [aber Birkf
bašde; Saarbr-Sulzb nur in
fərbaršt, sonst
bęršdə]; Saarl
bašdə; sonst an der Saar
bātšən; Mosfrk
baštən; Wittl-Greimerath, Prüm
bărštə; Trier-Ld
n. Mos, Wittl, Bitb
bęštə; Rip
baštə, Part. jəbaštə LRip,
jəbaš RRip, daneben LRip
bāžštə, bāĭštə; NBerg
barštə, Part. xəBarštən Sol,
xəbašən Mettm, Wippf [Mettm-Cronenbg
bǫšən]; SNfrk
bārštə, bāštə, Part. jəbārštə; Klevld
barstə, meist
bastə, Part. γəbastən [
γəbǫstən Dinsl u.
γebǫs, γəbǫsən Ess]. — Über die Flexion
s. Anmerk. —
schw. (st.
Part.): 1. von Sachen, harten Gegenständen, zerspringen, platzen, Risse bekommen, in Stücke auseinanderspringen. a. in sinnlicher Auffassung. RA.:
Et moss b. of böige Aach, —
of breəke Nfrk, —
büke of b. Klevld.
Et es su kalt (et früs), dat de Eche (Böm) b. Rip, —
et bascht Düss, NBerg, —
de Knouche b. Sieg-Süchterschd, —
de Bach basch Jül-Tetz.
De lüg, dat et basch Aach-Eschw. Diese Fortsetzung kann im Rip nach jeder als übertrieben hingestellten Tätigkeit gesetzt werden. —
Et moss gohn, on wann et basch! Schleid-Hellenth.
Dat dohn ech (net), on wann de Bar bascht Aach (
s. Bar), —
Kölle bascht Daun-Beinh, —
der Klomp bascht! SNfrk.
Dann kann de Bach b.! es mag kosten, was es will Dür-Winden.
Nu bascht de Bar! nun hört alles auf Aach.
Die schreje, dat die Fenster b. Jül-Tetz.
De hät en Stemm wie e gebasch Kaffekännche Köln, —
gebaschte Tröt MüEif, —
gebaschne Violing Aach-Herzogenr.
Gebaschte Schottele (Bare) halden (duren) et längs Grevbr-Osterath, Eup.
Allze decke Eier b. übertriebene Freundschaft geht leicht in die Brüche Sieg-Much.
Dat Ei is te dick, et barst host (bald) dass. Klev. — b. in dem Sinne von übervoll sein, dass man meinen könnte, der Raum (Körperteil) platze auseinander.
Et get suvill Grumpern, dat de Keller bascht Eif.
De Bom bascht von Appele Mörs-Rheurdt.
De Kopp deht mer su wih, ech menen, he barschde mir Westerw, Allg.
Enge de Gall b. duəhn einen bis zum Überlaufen ärgern Aach.
Besser, dat de Buk barscht äs dat de got Kost verdirft NBerg
Geborschte voll May-Rieden. — c. dahin auch die Wend.
ze barschte LRip;
te (de) barschte (barste) Nfrk;
zebasch u.
zerbasch RRip;
derbarschten Mörs-Neuk;
für ze baschte Aach-Berensbg;
zum barschte Trier = ausserordentlich, übergenug, über alle Massen.
Dat Water kok sek de baschten Mörs.
Hej hatt Freud te barste Klevld.
Mer han Zick (Zeit)
ze baschte Grevbr.
Dat es ze baschte do Köln.
De Bütt es voll ze baschte Rip. Auch vor
Adv. Dat geiht de baschten gut Nfrk.
Die mügen sech te barschte got liden NBerg. — 2. von Tieren u. Menschen, krepieren, verenden Allg. a. von Tieren, der derbste Ausdruck (Reihenfolge:
fallen, kapot gohn, frecke, baschte). RA.:
Vuəl fress oder basch! Dür-Winden.
Wenn et Kalf gebaschten os, dann os et ze spot Malm-Weywertz.
De kimmt, wenn de Koh gebarscht es zu spät Kobl-Weissenth.
En deck Hohn barscht dicke Freundschaft geht in die Brüche NBerg.
Esu vell Hohnde solle mer b.! Ausdruck beim Kartensp., wenn man die betreffende Farbe nicht hat Rheinb-Meckenh.
No de velle Arbet b. de Peərd überarbeite dich nicht Sieg-ODollend.
Deə lett (lässt)
jeng Kroddel open Hatz (Herz)
b. sagt gerade heraus, was er denkt Aach, Eup.
Du gebascht Schennos! gemeines Schimpfw. Aach.
Du gebaschte Os! dass. Eusk. — b. von Menschen, der derbste Ausdruck für ‘sterben’.
Van't schmachten es noch ken Mensch gebasten Rees-Ringenbg.
Die leven önner Renten on b. van Honger en der Tenten (Zelt) Kref-Osterath.
Die Lamp brennt, als wenn ene Jüd am b. wär Geilk, Erk. Bes. in Verwünschungen:
Ech wöll, datste basch! Wärschte doch gebasch! Datste doch basch! Kerl du moss b.! Rip, Allg.
Nau duhn ech et net, on wennste boascht! Prüm-Mürlenb.
Du solls b. bes en de Leiskaul! Trier. — Aber vielfach in abgeschwächter Bed. bei Beteuerungen, Übertreibungen, ohne dass an Derbheit oder gar an Wirklichkeit gedacht wird.
No basch äver! Datste basch! Ausdruck des Erstaunens.
Do sütste (solltest du)
b. om Schlifsten Bergh-Heppend, —
op en Get! Nfrk.
Ech well b., wann et net wohr es! Rip, Allg. — Ebenso denkt man nicht an Wirklichkeit bei der häufigen Verb. von
b. mit Ausdrücken des Affektes, wobei die Vorstellung des ‘Platzens’ immerhin dem Sprechenden deutlich bleibt.
Ös dat net für ze b. soll man sich da nicht ärgern?
Ech wuərd esu falsch, ech ment, ech möt b. He basch va (für)
Wot (
Ifer, Grell, Gef, Ärger, Egesenn, Neuschier udgl.) Rip, Allg.
Do sen ech bal gebasch für Lache Rip, Allg.
De hät sech gebascht gelacht Kobl-Bend. — Bes. deutlich mit der Vorstellung des ‘Platzens’ noch in folg. Wend.:
He lügt, dat e barst Xanten.
De es net van der iərschten Lüg gebarschten NBerg.
He ös net va'r iəschte gebaschte Monsch-Witzerath.
Ech hauen dech, datste basch! Rip, Allg.
Fret, dat de barst on dann gehste lopen! Dinsl-Aldenr. — Hierhin auch die Verwendung von
ze (te) barschte (
s. 1 c).
Sech te baschte lachen, plogen. wirken, lopen udgl. Nfrk, Rip.
Me han us te b. gegeəte SNfrk.
Ech well dech ze b. lef hale Rip. — 3. übertr. a. in der Form
bErštən oder
-īə- MülhRh, Sol, Mettm gegenüber
-a- platzen;
baštən Wippf-Dohrgaul;
bǫšən Mettm-Cronenbg = geschäftig umherlaufen, daherstürmen; stürmisch vorgehn, sehr schnell gehn; schnell drauf losstürzen.
Dur deck on dönn bärschten. Derdurboschten wild daher jagen Remschd — Aus Saarbg
bāšdən ausreissen. — b.
baəštə viel arbeiten Sieg-Mülld. — c.
bErštə (sonst
-ā- = platzen) brechwürgen bei Brechreiz u. bei Husten Mörs-Neuk Rumeln. —
d. einen
bęštə (sonst
-a-), einen necken, zanken Sieg-Fussh. — e.
sech baštə Bitb-Geichl, Bernk-Dhron, Malm-Aldring,
-ę- Bitb-Rittersd,
-ǫ- Prüm-Ihren,
-ă- Bitb-Bickend = sich überarbeiten u. dadurch seine Gesundheit schädigen, sich einen Bruch (Leibschaden), frühen Marasmus zuziehen; auch eine Leistung, die Vermögensverhältnisse übersteigt, vollführen (seltener).
He bäscht sech net ger; he brauch sech net ze b. —
f. letzteres
ebd. auch trans. einen
b., bes. ein Zugtier übermässig anstrengen, abtreiben. — Das Verb ist Mosfrk, RRip durchweg
schw. flektiert; LRip, Nfrk im Praet.
schw., aber
Part. durchweg st.
(gebaštən); ja es treten noch einige Reste der st.
Part. von
bërsten auf, so
jəbəštə (neben
-a-) Monsch-Witzerath;
-ūə- Monsch-Roetgen;
γəbǫstən Dinsl;
γəbǫsən Lennep-Hückeswg, Ess;
jəbǫštən Wermelsk, Duisb. Eup hat noch
bEəštə, du byšs, er byšt; Praet.
bū·ə.š, Part. jəbəštə. Erk-Körrenz unterscheidet
bāštə bersten von
baštə verenden; Eusk bildet von
jəbaš einen Inf.
bašən.