Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
bäuchig
bäuchig
Bauch m. unterer Teil des Rumpfes, ahd. būh (um 1000), mhd. būch, mnd. būk, mnl. buuc, nl. buik, aengl. būc ‘Bauch, Rumpf’, anord. būkr ‘Bauch, Körper’, schwed. buk gehen vielleicht, wenn eine Bedeutung ‘Geschwollener’ (etwa nach starkem Essen) angenommen wird, zurück auf eine Gutturalerweiterung der Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’. Da das Wort nur in germ. Sprachen (*būka-) bezeugt ist, kann die Möglichkeit, daß es der nicht-ie. Sprache einer vorgerm. Substratbevölkerung entstammt, nicht ausgeschlossen werden. – 1bauchen Vb. reflexiv ‘sich wölben, runden’ (16. Jh.). bauchig, selten bäuchig Adj. ‘einen dicken Bauch habend, gewölbt’ (frühnhd. pauchacht, 2. Hälfte 14. Jh.). bäuchlings Adv. ‘auf dem bzw. den Bauch’ (1. Hälfte 19. Jh.; vgl. spätmhd. būchelingen, 1. Hälfte 14. Jh.). Bauchlandung f. in der Fliegersprache ‘Landung eines Flugzeuges ohne ausgefahrenes Fahrwerk auf der Rumpfunterseite’ (20. Jh.). bauchreden Vb. (scheinbar) ‘mit dem Bauch reden’ (in Wirklichkeit ohne Bewegung der Lippen mit dem Kehlkopf), nur im Inf. und im Part. Präs. (17. Jh.); entsprechend Bauchredner m. (Mitte 18. Jh.) als Übersetzung von spätlat. ventriloquus (zu lat. venter ‘Bauch’ und loquī ‘sprechen, reden’); früher belegt (1576) ist Bauchrednerin f.