Hauptquelle · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
ausstreichen
1. ›etw. unter Druck herausstreichen, etw. herausdrücken‹.; 2. ›etw. glatt abstreichen‹; als Synekdoche: ›(eine Ware) nach vorgeschriebenem Maße verkaufen‹; 3. ›etw. (verbrauchte Gegenstände) auffrischen; (Tuch) glattstreichen, ausbügeln‹; in 1 Luther-Beleg wohl phras.: eine kappe ausstreichen ›das Ungereimte, Falsche e. S. aufdecken‹.; 4. ›etw. ausstreichen, löschen, tilgen‹; mit verschobener Bezugsgröße: ›etw. (z. B. ein Götzenbild) reinigen, säubern‹.; 5. ›jn. zum Zwecke der Effektivierung des Verhörs oder als Strafe auspeitschen‹.; 6. ›(Farbe) streichend auftragen‹; in der Regel Verschiebu…