Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
ausfallen
ausfallen
- ›aus seiner natürlichen Verwurzelung herausfallen, ausfallen (z. B. von Zähnen); sich aus seinem natürlichen Zusammenhang lösen (von faulem Fleisch); sich verrenken (von Knochen); ausfallen (von überr
- ›aus dem Gedächtnis entfallen, entschwinden‹; am ehesten als Ütr. an 1 anschließbar.
- ›einen militärischen Ausfall machen, ausbrechen‹, teils mit der Nuance ‘fliehen’, dann offen zu 5 (zweite Variante), teils mit der Nuance ‘angreifen’ (so Preuss. Wb., s. u.).
- ›von etw. herabfallen (z. B. von aufgelegten Arzneimitteln)‹.
- ›sich (über eine Mauer o. ä.) herabbewegen, herunter-, herablassen‹; oft: ›(über eine Mauer o. ä.) herabsteigend fliehen, entkommen, entweichen‹; bei Lösung von der Vorstellung des Herabsteigens auch:
- ›abfallen, abtrünnig werden (z. B. von der Wahrheit, dem Glauben)‹.
- ›entfallen, wegfallen, schwinden‹.