Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
arawingon
‚erfolglos, ohne Lohn,,
umsonst, vergeblich, gratis, in cassum, frustra‘
nur in Gl. belegt (dreimal) und zwar aus-
schließlich in Rd-Jb und Murb. H., Anfang 9.
Jh., alem. In dieser Form später nicht mehr be-
zeugt, dafür aber noch bis zum 12. Jh. in der
Erweiterung arawingûnaraAWB, arwingûn, daneben zweimal
arawingonAWB, Gl. 2, 230, 16 und 1, 146–7, 2, wo Ra
arwigom überliefert (wie öfter, steht -ig- für
-ing- [oder -iŋ-?] und ausl. -m ist wohl umge-
kehrte Schreibung für -n, veranlaßt durch den
gleichzeitigen Wandel [um 900] der meisten
ursprl. ausl. -m zu -n, so Koegel, Keron. Gl.
57 ff.; Schatz, Ahd. Gr. § 272. 281); außerdem
einmal arawinguAWB Alem. Ps. 294, 8 (um 820), das
nach Steinmeyer, Fn. 6 zur Stelle, viell. nicht zu
-un ergänzt werden darf, da nichts dahinter er-
loschen scheint (s. u.), sowie das Verbum arawingônara
wingônAWB
‚vereiteln, frustrare‘.