an-trekken
V. [Münsterl Kr. HalleHal Kr. WiedenbrückWie SWestf Bür] 1. eine Anziehungskraft (auf etwas) ausüben. De Machnēt trecket Īsen ān (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.1. straffer spannen. De Tüggels antrecken (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). Den Reimen antrecken an der Nahrung abziehen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@HorneburgHb). He treck de Liene nich an (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@MühlenrahmedeMr). — 2.2. festziehen. De Schrūwe antrecken auch: bremsen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 3.1. zu ziehen beginnen. Dat Piärd will nich antrecken (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — 3.2. auf gewittertes Wild losgehen (Jägerspr.): De Rǖe trecket ān (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 4.1. jmdm., sich Kleidung anlegen. Treck di gau (schnell) an! (Kr. SoestSos Kr. Soest@OestinghausenÖh). Sik anners antrecken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 4.2. (ein Kleidungsstück) anlegen. Fingerhansken antrecken (Kr. MünsterMün Kr. Münster@St. MauritzMz). ’n anner Klēt antreck’n (Kr. AhausAhs We). En niggen Anzuch antrecken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Treck di eäwen en parr reine Huosen (Strümpfe) an! (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@WestereidenWe). Biäm dat pässet, dai kann et sik āntrecken wer sich durch meinen Vorwurf getroffen fühlt, mag es tun (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — Sprichw.: Man maott antrecken, watt man hätt der Zufriedene bescheidet sich mit dem, was er hat (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — 4.3. jmdn., sich in bestimmter Weise kleiden. Süh es, wou dei sïek wïer anetrocken hiät (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HalverHa). Moje (hübsch) antrocken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Wāme āntrocken (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). — Ra.: He is gut antrocken macht ein fröhliches Gesicht (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@IbbenbürenIb). — 4.4. das (Pferde-)Geschirr anlegen (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@MastholteMh); (das Pferd) anziehen (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr). — 5.1. (+ sik) sich etwas zuziehen, bekommen, erleiden. Ik hewwe mi dat āntrocken bin davon (
z.B. von der Zugluft) krank geworden (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). — 5.2. (+ sik) etwas schwernehmen, sich zu Herzen nehmen. He häff sick den Daut van sin Brōr heller antrocken (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Hej treckt sick alles an, wat seggt wödd (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AlstätteAl). Dat brūks ’e di nit antetrecken brauchst du nicht auf dich zu beziehen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 6. steigen, höher werden. De Prīse trecket ān (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 7. (Kartoffeln) häufeln (Frbg.): Erdappel antrecken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@LanstropLa). — 8. IdW.: Se het sik enn’n antrocken haben sich leicht betrunken (Kr. IserlohnIsl Dh).