Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
angesicht
angesicht
- ›Gesicht, Antlitz von (selten) Tieren sowie des Menschen und (selten) Gottes‹; offen zu 2; 3.
- ›Gesichtsausdruck, Miene‹.
- ›Blick (als Sinnestätigkeit) auf jn./etw., Anblick von jm./etw.; tätiges, visionäres Schauen (auf Gott) im religiösen Sinne‹; offen zu 8.
- ›Augenblick (als Zeitspanne)‹; Metonymie zu 3, erste Nuance.
- ›Blickwinkel der Wahrnehmung auf etw., Beobachtung; Aspekt, unter dem etw. beurteilt wird‹.
- als pars pro toto für Personen gebraucht; pars kann dabei das Gesicht (vgl. 1) wie der Blick (vgl. 3) sein. In einigen Präpositionalverbindungen mit angesicht ist der zustandekommende Ausdruck ansatzw
- phraseologisch an die zuletzt genannte Verwendungsnuance von 6 anzuschließen: in e. S. angesicht ›vor etw.‹; im letztaufgeführten Beleg: angesicht e. S. als Präp. verwendet
- ›Aussehen, wahrgenommene Erscheinung, Gestalt, Form, Bild von jm./etw.‹; auch: ›Gleichnis, Beispiel‹
- ›Konstellation, Bild (der Sterne)‹; Spezialisierung zu 8.