Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
aneval stm.
1. anfall, zudrang, zutritt. vil grôʒ wart der aneval krone 36. a Sch. der heilige geist benam den aneval der erbesunde myst. 18,9.
2. das was anfällt, hinzukommt. enkleidet von irdenschem anevalle H. zeitschr. 8,234. die sêle ist ein substancie, di gnâde in der sêle ist ein aneval myst. 181,8. tugent ist ein gût aneval der sêle das. 14. — besonders das was von den obstbäumen des nachbars auf meinen grund und boden fällt und mir zukommt. wo nussbäume stehen, da jemand anfall hätte und solche geschüttelt werden, da mag der banwart sagen, dass er seinen anfall hole Gr. w. 1,183.
3. anfall eines gutes durch erbschaft. Kulm. r. 4, 55. Gr. w. 1,47. der verlure sîn anefalle erbes u. gutes das. 2,7. — auch heimfall des lehns während der minderjährigkeit des vasallen das. 3. 736
4. die mir zugefallene erbschaft. hâte sich verzigen sînes anevalles myst. 214,7. umb erblich gut oder anfelle klagen Gr. w. 3,580.
5. abgabe des erben für eine verleihung des hofes. das. 3,638. vgl. Schmeller 1,521.