Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
ampla
‚kleine (dickbauchige) Flasche
(für Öl, Wein u. a.), lecythus, lenticula, (h)amula‘
(meist im Gottesdienst gebraucht), nur in Gl.
belegt (8 mal), vorwiegend 10./11. Jh.; einmal
mit -b- (Gl. 1, 437, 45; 11. Jh. bair., s. Schatz,
Ahd. Gr. § 165). In der Folgezeit konkurriert
damit in zunehmendem Maße ahd. ampulla (s.
d.). – Doch gehen auch noch mhd. die zwei Ty-
pen ampel sw. f. (< ampla, einmal ample Gl. 3,
376, 67; 13. Jh.) und ampulle, ampol(le) (< am-
pulla), beide im Sinne von
‚Gefäß‘oder
‚(Öl)Lampe‘, nebeneinander her. – Im Nhd. be-
zeichnet Ampel meist nur noch
‚Lampe‘(was es
u. a. schon im kirchl. Latein bedeutet hatte,
Mittellat. Wb. I, 597), und zwar vorzugsweise
im Obd. (s. u.); jüngeren Datums ist
‚hängende(in dieser Bed. auch in Skand.)
Blumenschale‘
und neuerdings
‚Verkehrslicht‘.