Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
amban
‚Fettwanst, Schmerbauch,.
Bauchstück des Schweins, (porci) abdomen‘
〈Var.: amb-, ampan; zweimal ambana, eine pl.-
Form, die zu einem Fem. Sg. umgedeutet wor-
den war – in einem Falle, Gl. 3, 349, 40, findet
sich ambana als Lemma zusammen mit der von
anderer Hand beigeschriebenen ndd. Gl. amme
(13. Jh.). Außerdem erscheint in Gl. 2, 348, 20
in der mfrk. Hs. Bonn 218; 11. Jh., ein dat. sg.
ambin, zu einem m. n-St. *ambo (s. u.); sonst
sind die sehr zahlreichen hd. Belege fast alle
aus bair.-alem. Hss. des 11. Jh.s.〉. Das Wort be-
gegnet noch spätmittelalt. in regional be-
schränktem Gebrauch, so hessisch am(m)en
1497. 1553. 1569 und am Niederrhein (s. u.);
Überschneidung mit ahd. hamma (s. d.), mndd.
hamme
‚Schinken‘in Form und Sachgehalt hat
wohl seinen Untergang beschleunigt.