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Alrūne

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
7 in 6 Wb.
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3 von 16
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13
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6

Eintrag · Westfälisches Wb.

Alrūne f.

Bd. 1, Sp. 117
Alrūne Alraun ⟨Da das Wort undurchsichtig geworden war, ist es oft geändert: ›albrūne‹ (WWB-Source:325:WoeNWoeN); „Altruhne, Altrühnken“ (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus von seiner † Mutter); Alrūn (Kr. VechtaVch Kr. Vechta@DammeDa = WWB-Source:161:KuhnKuhn 27); Alrǖntīn (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi); Alrǖneken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi), „Olrünchen“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@SabbenhausenSh); „Olräunken“ (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@NordwaldeNw, Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DarfeldDf); Alrönken (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@LegdenLe); Arūn (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:161:KuhnKuhn 28); Ārünken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl); Ārönken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:153:KöppenKöppen); ›arönneken‹ Kr. SoestSos Kr. Soest@SoestSo, ›arönken‹ (WoeN, Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@LangschedeLa). — Vielleicht auch „Allerhööntkes“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:173:LyraLyra 22); „Anrönken“ (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Bi)⟩ „Alraun, kleine Hausgötter unserer Urväter; gewöhnlich aus der Alraunwurzel geschnitten (die Wurzel der Zaunrübe, Bryonia alba)“ (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:153:KöppenKöppen); Hausgeist (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@LegdenLe); Fabelwesen, verwachsene knorrige Wurzelbildung an Sträuchern (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi). Eine solche Wurzel wird stellenweise als Unglücksbote angesehen, anderwärts redet man ihm guten Zauber nach (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@KierspeKi); Zauberwurzel (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@NordwaldeNw); ein gnomenhaftes Wesen, das z. B. in den Scheunen das Korn vermehrt (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DarfeldDf); ein kleines Männchen, das dem, der es besaß, Glück brachte (Kr. VechtaVch Kr. Vechta@DammeDa). En Arönken im Hūse hewwen auf unerklärliche Weise reich werden; als Schelte für einen Menschen ist das Wort schwere Beleidigung. Du büs en Arönken (Soester Börde = WWB-Source:325:WoeNWoeN). „Hoi mott wall ’n Olrünchen büi sick häbben“ sagt man von einem Mann, der seine Unternehmen mit Geschick angreift (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@SabbenhausenSh). Sümmchen Geld (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@LangschedeLa). Wird ein Gefäß rasch leer, dann sitt dor ’n Ahrhoinken inne (Lip WWB-Source:103:HansenHansen). — Vielleicht gar nicht hierher gehören Albrūne f. Benennung einer weisen Frau. In den Höhlen bei Sundwig Kr. Iserlohn sollen vor Zeiten Albrūnen gewohnt haben, welche den Umwohnern Rat erteilten (WWB-Source:325:WoeNWoeN). „Bei Alten ist noch hier und da gebräuchlich Anrönken (Rest einer Sache?)“ (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@BillmerichBi). Wenn man Mädchen nicht resolut erzieht, „dann weert ’r lichte Allerhööntkes van, to ’m Minnsten bliiwet se nich resolut und natüürlick un me mot ’r herneigest sau schliie, schliie met ümmegaun, as met ’n Egge (Ei) up ’r Schwingen.“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:173:LyraLyra 22). → auch Āwerūt. ¶ Das o in Ol- wohl durch Deutung als „alt“, in Ostwestfalen auch als „all“. Ārönken, Arönken vielleicht nach Moses’ Bruder Aron, der ja auch Wunder wirkte. Wenn Allerhööntkes hierher gehört, ist es umgedeutet zu „Hühnchen“.
2236 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ALRÛNEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    ALRÛNE swf. mandragoras, die pflanze. vgl. Jac. Grimm d. mythol. 227 (376 ausg. 2). Müller altd. rel. 54. 385. mandragor…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    alruneF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    alrune , F. Vw.: s. alrūne

  3. modern
    Dialekt
    Alrūnef.

    Westfälisches Wb.

    Alrūne Alraun ⟨ Da das Wort undurchsichtig geworden war, ist es oft geändert: › albrūne ‹ ( WoeN ); „ Altruhne, Altrühnk…

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Wortbildung

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alrune‑ als Erstglied (2 von 2)

alruneken

LW

alrune·ken

alruneken, kleines Bild des Elfen Alraun, aus der Wurzel der mandragora oder der Zaunrübe (bryonia) geschnitten.