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abgründig

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Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

abgründig

abgründig

Abgrund m. ‘unermeßliche Tiefe, steil abfallende Gebirgsschlucht’, übertragen ‘unergründliche Tiefe, Untergang, Verderben, unüberbrückbare Kluft’, ahd. abgrunti n. (8. Jh.), abgrunt m. (um 800), mhd. abgrunde, abgründe, abgrunt n. (spätmhd. m.), asächs. afgrundi n., mnd. afgründ(e) n., afgrunt f., mnl. afgrond m., afgronde f., nl. afgrond m., aengl. æfgrynde n. Neben dem ursprünglichen neutralen ja-Stamm tritt das Maskulinum im Ahd. nur vereinzelt auf und setzt sich erst im 16. Jh. (in Anlehnung an Grund, s. d.) durch. Ihrer Bildungsweise nach würden die westgerm. Substantive ebenso wie gleichbed. got. afgrundiþa ein Adjektiv voraussetzen, wie es in ahd. abgrunti ‘abgründig, unermeßlich tief’ (um 800), eigentlich ‘wo der Grund weg ist, keinen Grund habend, bodenlos’, vorliegt. Möglicherweise aber war für die germ. Präfixbildungen entscheidend das Vorbild von griech. ábyssos (ἄβυσσος), kirchenlat. abyssus ‘große, unermeßliche Tiefe’, auch ‘Hölle’, als dessen Übersetzung die frühen (got. ahd. aengl.) Belege erscheinen. – abgründig Adj. ‘tiefgründig, rätselhaft, unermeßlich’, mhd. abgründec, mnd. afgründich; vgl. ahd. abgrunti (s. oben).
1152 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    abgründig

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    abgründig , immense profundus, unermeszlich tief: got hat ein vollkommen einsehen in sich selber und abgrundiges durchke…

  2. Spezial
    abgründig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ab|grün|dig adj. 1 sot sciöche n sfossé 2 ‹fig› (unermesslich) zënza mosöra. ▬ abgründig er Neid invidia zënza mosöra f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit abgruendig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von abgruendig

abgrund + -ig

abgruendig leitet sich vom Lemma abgrund ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

abgruendig‑ als Erstglied (1 von 1)

ABGRÜNDIGKEIT

DWB2

abgruendig·keit

ABGRÜNDIGKEIT f. : ⟨E13./A14.jh.⟩ diu abgründekeit götlîches wesens unde götlîcher nâtûre meister Eckhart 234 P. ⟨u1362⟩ dero menschen ingen…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „abgruendig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/abgruendig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „abgruendig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/abgruendig/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „abgruendig". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/abgruendig/pfeifer_etym.
BibTeX
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