Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
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- allg. ›e. S. von einer andern abbrechen, trennen, losreißen‹; auch ›abbröckeln, zerbröckeln‹; offen zu den spezialisierten Bedeutungen (vgl. 2-7)
- ›etw. (z. B. Gebäude) mit Gewalt abreißen‹
- ›etw. fachmännisch abbrechen, abbauen (um es an anderer Stelle wieder aufzubauen)‹.
- ›sich etw. (einen Knochen, ein Glied) brechen‹
- ›die Milchzähne verlieren (von Pferden)‹.
- ›mit jm. abrechnen‹, wörtlich: ›(den Zahlstab an der Kerbe) abbrechen‹; Synekdoche zu 1
- ›(Obst) pflücken; (Wein) lesen; (Pilze) sammeln; (Blumen) brechen, pflücken‹
- ›über die Ufer treten, die Dämme beschädigen (von Gewässern)‹.
- ›(einem Gegner) Abbruch tun, ihn schädigen, ihm Verlust zufügen (vor allem im militärischen Sinne)‹; offen zu 10; 11; 12
- ›jm. etw. (das ihm zusteht, z. B. Rechte, Besitz, Sold) entziehen, wegnehmen, vorenthalten‹
- ›sich einschränken in seinen Lebensbedürfnissen, Stimmungen und Haltungen, sich e. S. enthalten, sich mäßigen‹; speziell: ›Askese üben, sich kasteien‹.
- ›jm. (das Leben) nehmen‹; als Ütr. anschließbar an 1.
- ›etw. (z. B. Zorn) abwenden, ablenken‹.
- ›jn. verleumden, an der Ehre mindern‹
- ›mit etw. aufhören, etw. beendigen‹
- ›(eine Maßeinheit) vermindern‹.
- ›(Silben) synkopieren‹.