Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Zinnchlorid
Zinnchlorid ( Zinntetrachlorid, Stannichlorid, Zweifach-Chlorzinn ) SnCl 4 entsteht bei Einwirkung von Chlor auf Zinn oder Zinnchlorür und bei Destillation von Zinnfeile mit Quecksilberchlorid. Es bildet eine farblose Flüssigkeit, raucht an der Luft sehr stark, spez. Gew. 2,28, wirkt höchst ätzend, ist noch bei -29° flüssig, siedet bei 114°, löst Schwefel, Jod und Phosphor, löst sich leicht in Terpentinöl und Schwefelkohlenstoff, absorbiert begierig Feuchtigkeit, erstarrt mit wenig Wasser zu einer kristallinischen Masse ( Zinnbutter ) und löst sich in mehr Wasser. Es bildet mit Wasser eine gan…